• vom 01.10.2012, 18:19 Uhr

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Update: 01.10.2012, 19:31 Uhr
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Chancen für 26-Milliarden-Euro-Deal deutlich gestiegen

Giganten-Ehe vor Vollzug



  • Fusion von Glencore und Xstrata zu einem der größten Rohstoffkonzerne.

Noch wird an dem Merger gearbeitet. - Bild: Xstrata

Noch wird an dem Merger gearbeitet. Bild: Xstrata

London/Zug. (hes/reu) Was lange währt wird endlich gut: Nach acht Monaten des Werbens laufen zwei Rohstoffgiganten wohl doch noch in den Hafen der Ehe ein. Am Montag akzeptierte die Xstrata-Führung eine nachgebesserte Glencore-Mitgift von umgerechnet fast 26 Milliarden Euro. Zuvor hatte Xstrata-Großaktionär Katar den geplanten Merger blockiert.

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Zugleich wurde auch ein weiterer Konfliktherd ausgeräumt: Die Xstrata-Aktionäre dürfen nun getrennt über die Fusion und über ein 175 Millionen Euro teures Prämienpaket für 70 Führungskräfte des Konzerns abstimmen. Das verbessert die Chancen für einen Abschluss drastisch.

Die Zustimmung der Aktionäre zu den Halteprämien sei Voraussetzung dafür, dass Xstrata die Transaktion der Hauptversammlung empfehlen könne: "Diese Ansicht wurde von großen Aktionären bekräftigt", erklärte Xstrata-Verwaltungsratschef John Bond. Es geht um die Machtbalance. Bond verwies darauf, dass Glencore den eigenen Konzernchef und Hauptaktionär Ivan Glasenberg an die Spitze des fusionierten Konzerns setzen will - was den Abgang des langjährigen Xstrata-Lenkers Mick Davis zur Folge hat. Deshalb seien Anreize notwendig, um Xstrata-Topleute zu binden und einen Exodus zu verhindern.



Für Analysten ist das Projekt zwar noch nicht ganz durch, ein Erfolg sei aber nun deutlich wahrscheinlicher. Die neuen Vorschläge dürften ausreichen, sagte Jeff Largey von Macquarie. Die Börse bestätigte das: Die Xstrata-Aktie schoss in London 2,8 Prozent in die Höhe; Glencore-Papiere lagen 0,5 Prozent im Plus.

Größte Fusion seit 2007
Der Zusammenschluss der beiden in der Schweiz ansässigen internationalen Konzerne wäre der größte Merger in der Branche seit Rio Tinto 2007 Alcan übernahm. Die Partner versprechen sich milliardenschwere Einsparungen und Wettbewerbsvorteile in Rohstoffförderung und -handel.

Das Geschäft wird besonders von der massiven Nachfrage aus China und anderen Schwellenländern geprägt. Glencore stand in der Vergangenheit schon oft unter Beschuss - dem Konzern wird vorgeworfen, mit fragwürdigen Potentaten Geschäfte zu machen.

Ökonomisch in den Schatten gestellt wird Glencore-Xstrata vom weltgrößten Bergbaukonzern BHP Billiton - dieser verdiente im Gesamtjahr 2011 vor Zinsen 38,5 Milliarden Dollar (Ebitda) - und das bei der Hälfte des Umsatzes. Zum Vergleich: Glencore und Xstrata strichen zusammen "nur" auf 16,2 Milliarden Dollar ein.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-01 18:27:07
Letzte Änderung am 2012-10-01 19:31:47


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