• vom 11.10.2012, 18:06 Uhr

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Update: 11.10.2012, 18:07 Uhr
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Österreichs WM-Qualifikationsgegner Kasachstan gelang in zehn Jahren ein Sensationssieg

"Drei Punkte sind nicht Pflicht"



  • ÖFB-Boss Windtner nimmt Druck von Team - sieht aber "schwierigste Aufgabe".

Wer hat heute Abend ein Leiberl? Teamchef Koller könnte Janko statt Harnik bringen. - © APA/ROBERT JAEGER

Wer hat heute Abend ein Leiberl? Teamchef Koller könnte Janko statt Harnik bringen. © APA/ROBERT JAEGER

Wien/Astana. (may) Fußballzwerge gibt es nicht mehr. Und Pflichtsiege in Pflichtspielen sowieso nicht. Mit diesen Fußball-Weisheiten im Gepäck ist das österreichische Nationalteam am Donnerstag in Kasachstan gelandet, wo Freitagabend (18 Uhr live ATV) in der Astana-Arena das Duell mit dem vermeintlichen Nachzügler wartet. Und auch wenn ÖFB-Präsident Leo Windtner den Druck von der Mannschaft nehmen will und eben keinen Pflichtsieg einfordert, ist allen bewusst, dass nach dem unglücklichen 1:2 zum Auftakt der WM-Qualifikation gegen Deutschland nur ein voller Erfolg weiterhilft.

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"Unser klares Ziel sind drei Punkte, aber die können wir nicht garantieren. Und einen Ergebniszwang vorzugeben, wäre kontraproduktiv", betont Windtner. Allerdings ist für ihn evident, dass der Mannschaft dann nicht die drei Punkte zu nehmen sein werden, wenn Christian Fuchs und Co. eine ähnlich starke Leistung wie beim Deutschland-Match vor einem Monat abliefern: "Die Spieler müssen mit der gleichen Einstellung wie gegen Deutschland ins Spiel gehen", fordert Windtner. Der Oberösterreicher ist aber sicher, dass Teamchef Marcel Koller für die nötige Motivation sorgen wird - wenngleich es diesmal mehr zu verlieren als zu gewinnen gebe: "Das ist die schwierigste Aufgabe des Länderspieljahres, doch mit der richtigen Einstellung können wir sie bewältigen."

Am Donnerstag Abend gab es auf dem Kunstrasen-Terrain der Astana-Arena das Abschlusstraining, das Spiel selbst findet heute um 22 Uhr Ortszeit statt. Wenngleich die aktuelle Nummer 147 der Fifa-Weltrangliste in der Vergangenheit teils respektable Ergebnisse abgeliefert hat, gibt es für das Nationalteam (derzeit auf Rang 59) keinen Grund, sich vor den Kasachen zu fürchten.

2007 Sieg über Serbien
Zwar mühten sich die Iren im September zu einem schmeichelhaften 2:1-Sieg in Kasachstan, und auch die Nullnummer der Österreicher im Vorjahr in der EM-Qualifikation war wenig ruhmreich (nach einem glücklichen 2:0 in Salzburg) - die guten Ergebnisse der Zentralasiaten liegen jedoch schon fünf Jahre zurück. In der Qualifikation zur Euro 2008 bezwangen sie nämlich im Frühjahr 2007 die Serben mit 2:1 und vereitelten damals deren EM-Start; den Belgiern wurde ein 2:2 abgetrotzt, und selbst der damalige WM-Vierte Portugal mühte sich zu einem knappen 2:1-Sieg. Der Heimvorteil der Kasachen resultierte damals jedoch nicht vom Kunstrasen in Astana, sondern eher von der Höhenluft in Almaty (früher: Alma-Ata).

In den Qualifikationen danach konnten die Kasachen, die 2002 vom asiatischen Verband zur Uefa gewechselt sind, nicht mehr an diese Leistungen anschließen. Im Vorjahr gab es in der Österreich-Gruppe A mit vier Punkten den sechsten und letzten Platz.

Prominentester Spieler und einziger Legionär im Team des tschechischen Trainers Miroslav Beranek ist Heinrich Schmidtgal. Auch der 26-jährige Flügelspieler des deutschen Erstligisten Greuther Fürth stapelt vor den beiden Duellen mit Österreich (das Rückspiel findet am Dienstag in Wien statt) tief: "Wir gehen zwar voller Vorfreude in beide Spiele, wissen aber auch, dass wir klarer Außenseiter sind und Österreich im Normalfall beide Spiele gewinnt", erklärte Schmidtgal, Sohn von Russland-Deutschen.

Mit Janko in Startelf?
Entscheidend wird aber wohl sein, ob die Österreicher ihr Pressing-Spiel wie gewünscht aufziehen können und dann auch den Ball im Tor unterbringen. Deshalb wird im Sturm über einen Wechsel spekuliert: Marc Janko könnte statt Martin Harnik in der Startformation auflaufen. Obwohl der 29-Jährige bei seinem neuen Verein Trabzonspor in der Türkei nach seinem Wechsel vom FC Porto bisher nur zu sporadischen Einsätzen gekommen ist, könnte Janko die Rolle als Solospitze in Kollers Taktik erfüllen. Schließlich ist gegen Kasachstan ein großer und kopfballstarker Stürmer sicherlich kein Nachteil. Das gab auch Janko augenzwinkernd zu: "Ich werde von vielen Leuten auf die Position des Stoßstürmers reduziert, aber ich beherrsche auch andere Systeme." Nachsatz: "Ich würde mich immer aufstellen", so der Niederösterreicher.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-11 17:03:06
Letzte Änderung am 2012-10-11 18:07:20


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