• vom 21.10.2012, 09:39 Uhr

Top News

Update: 21.10.2012, 16:29 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Romney will keine Kürzungen im riesigen Militärbudget

Frontalangriff auf Obamas Außenpolitik



  • USA dementieren direkte Atom-Verhandlungen mit dem Iran.

Wird Obama gewählt, müssen 100.000 US-Soldaten abrüsten. - APAweb / EPA / Stephen Morton

Wird Obama gewählt, müssen 100.000 US-Soldaten abrüsten. APAweb / EPA / Stephen Morton

Washington. Ausgerechnet in der Außenpolitik, die bisher als Barack Obamas Trumpfkarte galt, setzt der Republikaner Mitt Romney den US-Präsidenten unter Druck. Obama hat den Krieg im Irak beendet, auch aus Afghanistan ziehen die Truppen ab. Außerdem hat er Osama bin Laden zur Strecke gebracht. Trotzdem ist seine Außenpolitik unter Beschuss.

Werbung

Mitt Romney greift auf ein altes, aber wirkungsvolles Rezept zurück: Er will den globalen Führungsanspruch der USA durchsetzen. Daher lehnt Romney Einsparungen beim Militär ebenso ab wie etwa "Flexibilität" in den Beziehungen zu Russland. Und ein Nachgeben gegenüber dem Iran kommt für ihn unter keinen Umständen in Frage.

Auch für Obama ist ein Iran mit Atomwaffen nicht hinnehmbar. Der US-Präsident betonte wiederholt, dass keine Option vom Tisch sei. Dennoch setzt er vorläufig weiter auf Sanktionen. Romney will die Präsenz der US-Flotte in der Region sowie die militärische Zusammenarbeit mit Israel verstärken. Im Wahlkampf zeigt sich auch die US-Regierung großen Kompromissen nicht zugänglich. Ein Bericht der "New York Times" wurde umgehend dementiert, wonach Washington und Teheran direkte Gespräche über das iranische Atomprogramm vereinbart hätten.

US-Außenpolitik auf dem Prüfstand

Als er sein Amt antrat, präsentierte Obama noch hochfliegende Pläne: Er wollte die Atomwaffen in der Welt abschaffen. Er wollte sich mit den Muslimen versöhnen, mit Russland auf gutem Fuß stehen, den Frieden in Nahost vorantreiben. "Wir werden Amerika verändern und die Welt", tönte er vollmundig im Wahlkampf. Doch dann ist einiges schiefgelaufen.

Vor allem seit der tödlichen Attacke auf das US-Konsulat in Libyen, bei dem vier amerikanische Diplomaten starben, greift der Obama-Herausforderer Mitt Romney an. Ob im Atomkonflikt mit dem Iran, dem Bürgerkrieg in Syrien oder im Streit mit China: Viel zu zaghaft, viel zu weich trete Obama auf. Mehr Führung und mehr Stärke seien gefragt. "Das 21. Jahrhundert kann und muss ein amerikanisches Jahrhundert sein."

Sprachloser Obama

Selten wirkte Obama derart sprach- und hilflos wie nach dem Angriff auf das Konsulat in Bengasi (Benghazi). Die vier toten US-Diplomaten "sind ein brutaler Beweis, dass die Turbulenzen, die den Nahen Osten seit dem Arabischen Frühling erschüttern, gefährliche Konsequenzen für die USA haben", meint Daniel Bymann vom Brookings-Institut, einer Washingtoner Denkfabrik.




Schlagwörter

Mitt Romney, Barack Obama, Iran, USA, Israel

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-21 09:41:57
Letzte Änderung am 2012-10-21 16:29:53


Werbung



Beliebte Inhalte



Blumen geschockter Anrainer in der Nähe des Tatortes. Noch sind die Motive der Angreifer unklar. Sicher ist, dass sie schockieren und Angst verbreiten wollten. Da wir dies nicht unterstützen wollen, finden Sie hier keine bluttriefenden Bilder. (red/ja) - Foto: apaWeb / EPA - Arrizabalaga
  • Mutige Passantin verwickelte Angreifer in ein Gespräch
  • Täter sind in Haft
  • weiter

  • Neue Regierung will Verhandlungen mit Brüssel nicht fortsetzen.
  • weiter

Werbefigur der Firma Niemetz. - APAweb/GEORG HOCHMUTH Wien. Es ist entschieden: Die zum Meinl-Imperium gehörende Heidi Chocolat mit Sitz in Rumänien kauft den insolventen Wiener Schwedenbombenhersteller...weiter

Yvonne Pichler ist im Inneren eine Jüdin. - Ugur Atay
  • Yvonne Pichler erzählt vom Jonglieren zwischen allen spirituellen Welten.
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter

Haben die Wiener Senioren mehr Weitblick als die eigene Partei? - Rösner
  • Die "rote Basis" macht Urlaub - und schimpft über die (grüne) Stadtpolitik.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Reinhard Göweil Die fünf Agrarkonzerne Monsanto, Pioneer, Syngenta, Limagrain und Bayer kontrollieren weltweit zirka 63 Prozent des Saatguts...weiter





Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

Werbung