• vom 27.10.2012, 11:37 Uhr

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Update: 27.10.2012, 16:53 Uhr
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Sturmtief könnte Nordosten der USA bis zu den Wahlen lahmlegen

Hurrikan "Sandy" wird zum Monstersturm



  • Extrem seltenes und gefährliches Wetterphänomen.

"Sandy" verwüstete bereits Städte in Kuba - nun könnte der Sturm auf eine Kaltluftfront über den USA treffen und für ungeahnte Turbulenzen sorgen.

"Sandy" verwüstete bereits Städte in Kuba - nun könnte der Sturm auf eine Kaltluftfront über den USA treffen und für ungeahnte Turbulenzen sorgen.APAweb / Reuters / Desmond Boylan "Sandy" verwüstete bereits Städte in Kuba - nun könnte der Sturm auf eine Kaltluftfront über den USA treffen und für ungeahnte Turbulenzen sorgen.APAweb / Reuters / Desmond Boylan

Washington. Aus Furcht vor einem der schwersten Stürme seit Jahrzehnten haben mehrere Bundesstaaten an der US-Ostküste den Notstand ausgerufen. Nach seinem desaströsen Zug über die Karibik hinweg entwickelte sich "Sandy" am Samstag zu einer massiven Bedrohung auch für Metropolen wie New York und Washington.

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Als eine Mischung aus Tropen- und Wintersturm könnte "Sandy" Experten zufolge dem östlichen Drittel der USA Starkregen und Schnee bringen. Mitten im Endspurt zur Präsidentenwahl drohen Überschwemmungen und weitreichende Stromausfälle. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, sich mit Lebensmittelvorräten, Trinkwasser und Batterien einzudecken. In der Karibik hatte "Sandy" zuvor mindestens 41 Menschen das Leben gekostet.

In der Nacht auf Samstag verlor der Sturm zunächst etwas an Kraft, erreichte nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums später aber wieder Hurrikan-Stärke mit Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde.

Im Verlauf des Wochenendes dürfte der Sturm an Fahrt aufnehmen, entlang der US-Küste nach Norden fegen, dann nach Westen abdrehen und bis spätestens Dienstag zwischen North Carolina und den Neu-England-Staaten die US-Küste erreichen. Viele Meteorologen warnten, dass "Sandy" deutlich größere Schäden anrichten könnte als "Irene" im vergangenen Jahr. Dieser Sturm hatte im Nordosten der USA bereits für Milliardenschäden gesorgt.

"Sandy" kommt für die Tropensturm-Saison spät und weist gleichzeitig typische Eigenschaften eines Wintersturms auf. Aus dieser Kombination, so fürchteten Experten, könnte ein besonders schwerer Sturm mit katastrophalen Folgen entstehen. Wegen dieses Ausmaßes und der zeitlichen Nähe zu Halloween am Mittwoch wird "Sandy" in den USA auch "Monstersturm" genannt.

In New York erwogen die Behörden, den öffentlichen Nahverkehr einzustellen. Sie fürchten wegen starker Winde und Überschwemmungen zu hohe Risiken für den Bus- und U-Bahnbetrieb. Die New Yorker Börsen feilten an Notfallplänen, um den Handel aufrechterhalten zu können. Wenige Tag vor der Wahl am 6. November geben viele Wähler bereits ihre Stimmen ab. Die Behörden bereiten sich darauf vor, auch im Falle von Stromausfällen diese vorzeitige Stimmabgabe weiter zu ermöglichen.

Im US-Bundesstaat Virginia wirkte sich "Sandy" bereits auf den Wahlkampf aus: Vizepräsident Joe Biden sowie Präsident Barack Obamas Herausforderer Mitt Romney sagten jeweils einen Auftritt in Virginia Beach ab.




Schlagwörter

Washington, Boston, Hurrican, USA, US-Wahl

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-27 11:38:42
Letzte Änderung am 2012-10-27 16:53:34


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