• vom 16.04.2013, 14:05 Uhr

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Update: 16.04.2013, 18:56 Uhr

Karachi

Erdbeben erschüttert Iran und Pakistan




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  • Geologen messen Stärke 7,8
  • Todesopfer in Pakistan

Im pakistanischen Karachi kam der Verkehr zun Erliegen, als Menschen in Panik auf die Straße flüchteten.

Im pakistanischen Karachi kam der Verkehr zun Erliegen, als Menschen in Panik auf die Straße flüchteten.© APAweb / EPA / Rehan Khan Im pakistanischen Karachi kam der Verkehr zun Erliegen, als Menschen in Panik auf die Straße flüchteten.© APAweb / EPA / Rehan Khan

Im Südosten des Iran ist es zu einem schweren Erdbeben gekommen. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens mit 7,8 an. Das Epizentrum lag in der Provinz Sistan-Balouchestan im Südosten des Landes an der Grenze zu Pakistan. Die Region ist vergleichsweise dünn besiedelt.


Wesentlich schlimmer dürften die Auswirkungen in Pakistan sein, wo laut Medienberichten bislang 21 Todesopfer zu beklagen sind. In der Provinz Baluchistan im Südwesten des Landes stürzte ein Lehmhaus ein und begrub drei Frauen und zwei Kinder unter sich.

Erschüterungen waren in Städten wie Karachi, Hyderabad, Lahore, Larkana, Jacobabad und Quetta zu spüren, wo viele Menschen in Panik auf die Straßen eilten.

Iran: Schwerstes Beben seit 40 Jahren

"Es handelt sich um das schwerste Erdbeben im Iran seit 40 Jahren", sagte ein Regierungsvertreter. Viele Strom- und Telefonverbindungen in den Provinzen Sistan und Baluchistan sind  unterbrochen

Laut dem Katastrophenschutz der Region sind zwölf Menschen verletzt worden. Von diesen konnten acht direkt vor Ort behandelt werden, vier weitere befinden sich im Krankenhaus. "Das Epizentrum des Bebens lag in der Wüste und es befinden sind keine größeren Siedlungen in der Nähe", sagte ein Mitarbeiter. Darüber hinaus lag das Epizentrum des Bebens mit 15,2 km sehr tief, so dass die darüber liegenden Gesteinsschichten einen großen Teil der Wucht abfingen.

Die erste Meldung staatlicher Medien über 40 Tote stellte sich zum Glück als Fehlinformation heraus.

Das Epizentrum des Bebens lag im Iran.

Das Epizentrum des Bebens lag im Iran.© Google Maps Das Epizentrum des Bebens lag im Iran.© Google Maps

Die Erschütterungen waren in der ganzen Golfregion und darüber hinaus zu spüren. Augenzeugen zufolge wackelten Gebäude in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi, in Katar und Dubai. Die USGS hatte die Stärke zunächst mit 8,0 angegeben. Die Tiefe lag den Angaben zufolge bei 82 Kilometern.

Es handelt sich um das zweite schwere Beben in diesem Monat im Iran. Am 9. April starben 37 Menschen, als Erdstöße die Region um Buschehr trafen. Die Stärke wurde damals mit 6,3 angegeben. Der Reaktor wurde nach offiziellen Angaben nicht beschädigt. Die meisten iranischen Atomanlagen sind im Westen des Landes angesiedelt. Die islamische Republik wird regelmäßig von schweren Erdbeben erschüttert. Im Jahr 2003 starben 30.000 Menschen, als ein Beben der Stärke 6,6 die Region Bam traf.




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Dokument erstellt am 2013-04-16 14:46:10
Letzte Änderung am 2013-04-16 18:56:36



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