• vom 21.05.2013, 17:02 Uhr

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Update: 21.05.2013, 18:06 Uhr

Kenia

Hunderte Stoßzähne in Dubai beschlagnahmt




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  • Der illegale Handel mit Elfenbein wächst
  • Hinter den Wilderern stehen meist chinesische Geschäftsleute.

(ja) Die Behörden von Dubai gaben heute die Beschlagnahme von 259 Elefanten-Stoßzähnen bekannt. Die illegale Ware wurde auf einem Schiff im Jebel Ali-Hafen gefunden. Sie befanden sich in einem Container aus Mombasa (Kenia). Es dürfte sich um  die größte Menge Elfenbein handeln, die je in den Vereinigten Arabischen Emiraten beschlagnahmt wurde.

In dem ersten fünf Monaten des Jahres 2013 wurden insgesamt fünf Tonnen Elfenbein beschlagnahmt: eine Tonne in Hongkong, exportiert von Mombasa; zwei Tonnen beschlagnahmt in Mombasa; weitere 1,8 Tonnen in Singapur mit der Herkunft Afrika. Im November 2012 fingen Zollbehörden in Dubai eine Lieferung von 215 Stoßzähnen mit einem Wert von über drei Millionen Euro ab. Die Lieferung kam aus Kenia und sollte nach Hongkong gehen.


Dementsprechend wies Robert Kless, Wildtierexperte des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) in Deutschland darauf hin, dass der Fund ein weiteres Indiz für Ostafrika als Drehkreuz des illegalen Elfenbein-Schmuggels sei.

Der Handel mit Elfenbein ist aufgrund des Washingtoner Artenschutzübereinkommesn (CITES) verboten. Der Großteil des geschmuggelten Elfenbeins ist für Asien, insbesonders China, bestimmt, wo die boomende Wirtschaft den potentiellen Käuferkreis stark erweitert hat. Darüber hinaus wird Elfenbein aufgrund der hohen Preise in China auch als Geldanlage genutzt, wie eine Untersuchung des IFAW deutlich macht. Allein zwischen 2006 und 2011 ist der Kilopreis für Elfenbein von 4500 Yuan (570 Euro) auf 15.000 Yuan (1900 Euro) gestiegen.

Im Jahr 2011, so schätzt der IFAW, wurden 25.000 bis 50.000 Elefanten wegen ihres Elfenbeins gewildert. Besonders betroffen ist der Waldelefant (Loxodonta cyclotis), der allein zwischen 2002 und 2011 um zwei Drittel dezimiert wurde. Inzwischen beträgt die Population nur mehr 100.000 Tiere, die Hälfte davon in Gabun.

Laut der Tierschutzorganisation WWF hat die Wilderei in Afrika in den vergangenen Jahren stark zugenommen. 2012 wurden etwa in Südafrika 668 Nashörner illegal getötet, heuer sind es bereits fast 300.




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Dokument erstellt am 2013-05-21 17:07:52
Letzte nderung am 2013-05-21 18:06:11



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