• vom 02.04.2014, 10:33 Uhr

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Update: 02.04.2014, 13:35 Uhr

Arbeitszeit

Ein Arbeitstag darf bald 12 Stunden haben




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  • Im April will die Regierung einen ersten Entwurf zur Verlängerung der Tagesarbeitszeiten vorlegen.

Wien. Der Arbeitstag darf in Zukunft unter bestimmten Bedingungen bis zu 12 Stunden lang werden.  Das ist der Kern des "Arbeitszeitpakets", das heuer noch umgesetzt werden soll.

Anfang März haben Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) angekündigt, dass sie unter bestimmten Umständen längere Tagesarbeitszeiten zulassen wollen. Eine Einigung darüber soll bis zur Jahresmitte stehen, daher sollte der Gesetzesentwurf noch im April in Begutachtung gehen, verlautete am Mittwoch aus dem Wirtschafts- und Sozialministerium.

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Wochenarbeitszeit bleibt gleich
Schon im Regierungsprogramm Anfang Dezember war angekündigt worden, dass bei Gleitzeit oder aktiver Reisezeit die tägliche Arbeitszeit auf bis zu zwölf Stunden steigen soll. Am 6. März haben die beiden für das Thema verantwortlichen Minister dann ein "Arbeitszeitpaket" angekündigt, wonach Arbeitnehmer bei Gleitzeit künftig bis zu 12 Stunden arbeiten dürfen, es darf ihnen aber auch der Arbeitgeber bis zu zwölf Stunden Arbeit anordnen. Die Wochenarbeitszeit soll aber unverändert bleiben.

Auch wenn ein Teil der Tätigkeit auf Reisezeit entfällt, darf der Arbeitstag laut Ministervorschlag von Anfang März zwölf Stunden lang werden. Lehrlinge dürfen bei passiver Reisezeit, also wenn sie mitfahren, bis zu zehn Stunden arbeiten. Damit sollen Montagearbeiten und Dienstreisen erleichtert werden.

Zuschläge für Überstunden müssen aber erhalten bleiben, auch sollen die Regeln zur Wochenarbeitszeit davon nicht berührt sein. Insbesondere gilt weiter die wöchentliche Maximalarbeitszeit von 50 Stunden.

An diesen Kernzielen hat sich nichts geändert, hieß es am Mittwoch in den beiden Ministerien. Die Details müssen aber noch geregelt werden. Während sich das Wirtschaftsministerium nun nahe am Ziel sieht, bremst man im Sozialministerium noch ein wenig: Die Verhandlungen seien nicht abgeschlossen. Es sei aber realistisch, dass es noch im April eine Einigung gibt.

Offen ist auch, ob die Verabschiedung der Arbeitszeit-Regeln mit längeren Urlaubszeiten, dem Pensionsmonitoring oder anderen von der Regierung geplanten Neuerungen im Sozialbereich gekoppelt wird.

Mitterlehner erhofft sich durch die Neuregelung bessere Freizeitgestaltungsmöglichkeiten für die Arbeitnehmer und besseren Gestaltungsspielraum bei der anfallenden Arbeit. Das sei "aus unserer Sicht eine Win-Win-Situation", so der Minister am Mittwoch "ORF-Morgenjournal".

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Dokument erstellt am 2014-04-02 10:34:35
Letzte nderung am 2014-04-02 13:35:01



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