• vom 28.08.2014, 08:09 Uhr

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Update: 28.08.2014, 08:30 Uhr

Versorgungsengpässe

Schokolade macht nur Milka und Co fett




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  • Bauern profitieren nicht von Preissteigerung - Preiskampf veranlasst Kinderarbeit auf Kakaoplantagen.

Wien. Durch die weltweit steigende Nachfrage nach Schokolade könnte es zukünftig zu Versorgungsengpässen kommen, wie die VKI-Zeitschrift "Konsument" in ihrer September-Ausgabe berichtet. Um den Bedarf decken zu können, müsste der Ertrag jährlich um rund 100.000 Tonnen angehoben werden. Das ergab eine Erhebung des größten Kakaoverarbeiters Barry Callebaut.

Lager werden aufgrund der aktuellen Nachfrage leer geräumt. Potenzial zur Steigerung gibt es seitens der Verarbeiter kaum. Die Nachfrage führte bereits in den letzten Jahren zu einer Preissteigerung von 20 Prozent, aber im Langjahresvergleich sind die Kakaopreise seit 1980 um die Hälfte gesunken.

Kakaobauern haben nichts von Preissteigerung


Kakaobauern profitierten nicht von der Preiserhöhung und mussten ihre Produktion einschränken. Aktuell erhalten Bauern sechs Prozent des Verkaufspreises, um 10 Prozent weniger als 1980. Zugleich erfreue sich Mondelez, Produzent der Topmarken wie Milka, über fast eine Milliarde Euro Gewinn, heißt es in dem Bericht.

Der Preiskampf hat dazu geführt, dass Kakaobauern und deren Familien unter der Armutsgrenze von 1,25 US-Dollar pro Tag leben müssen. Und das veranlasst dazu, dass Kakaobauern ihre Plantagenarbeiter auf die Mitarbeit ihrer Kinder setzen.




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Dokument erstellt am 2014-08-28 08:13:05
Letzte nderung am 2014-08-28 08:30:23



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