• vom 31.05.2015, 16:00 Uhr

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Update: 31.05.2015, 17:08 Uhr

Burgenland

Starke Verluste für SPÖ und ÖVP




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Von WZ Online / APA

  • SPÖ verliert im Burgenland die Mandatsmehrheit, große Zugewinne für FPÖ.

Wien/Eisenstadt. Jeweils sechs Prozentpunkte haben SPÖ und ÖVP bei der Landtagswahl im Burgenland am Sonntag verloren. Im Gegenzug hat die FPÖ sechs Prozentpunkte gewonnen. Das hat die Hochrechnung der ARGE Wahlen für die APA um 15.30 Uhr (Auszählungsgrad 25 Prozent) ergeben. Die SPÖ bleibt mit knapp 42 Prozent (2010: 48,3) wie erwartet stärkste Partei. Die ÖVP ist mit rund 28,5 (2010: 34,6) weiter auf Platz zwei.


Die FPÖ steigert sich von neun auf etwa 15,5 Prozent. Über Gewinne von 2,5 Prozentpunkten können sich auch die Grünen freuen, die mit rund 6,5 Prozent (2010: 4,2) wieder auf den vierten Platz landen. Die Liste Burgenland (LBL) schafft auch diesmal mit rund 4,5 Prozent den Sprung in den Landtag. Die NEOS scheitern mit 2,5 Prozent deutlich an der Vier-Prozent-Hürde.

SPÖ und ÖVP werden voraussichtlich jeweils zwei Mandate verlieren. Für die SPÖ bedeutet das der Verlust der bisherigen Mandatsmehrheit von 18 von 36 Mandaten. Die ÖVP fällt von 13 auf 11. Die FPÖ gewinnt zwei Sitze und hält künftig bei fünf. Grüne und LBL gewinnen laut Hochrechnung jeweils ein Mandat und halten jeweils bei zwei. Die SPÖ könnte noch ein drittes Mandat verlieren, das zur FPÖ wandern würde.

Im Burgenland wurde vor dieser Wahl das Proporzsystem abgeschafft, deshalb muss sich die SPÖ einen Koalitionspartner aussuchen. Sie könnte mit der ÖVP oder der FPÖ koalieren, oder aber auch eine Dreierkoalition eingehen.

Niessl: "Partystimmung ist etwas anderes"

Im Roten Haus, der Parteizentrale der burgenländischen SPÖ in Eisenstadt, waren am Sonntagnachmittag lange Gesichter zu sehen. Spitzenkandidat und Landeshauptmann Hans Niessl räumte im APA-Gespräch auch selbst ein: "Partystimmung ist etwas anderes. Mit dem Ergebnis habe ich tatsächlich nicht gerechnet. Aber man muss das Wahlergebnis so nehmen, wie es ist", so Niessl. Dass man laut Hochrechnung nun unter 44 Prozent sei, habe seine Gründe, und diese "gehören analysiert und die konkrete Politik darauf ausgerichtet. Ich glaube, man muss diese Sorgen, diese Ängste, die die Menschen haben, ernst nehmen und eine entsprechende Politik machen", sagte der Landeschef der SPÖ.

Steindl: Trend für kleinere Parteien

ÖVP-Landesparteichef Franz Steindl will das voraussichtliche Ergebnis für die ÖVP Burgenland "nicht verschönern". Dieses gelte es nun "genau zu analysieren". Angesprochen auf persönliche Konsequenzen, meinte er gegenüber Journalisten, es gehe jetzt nicht um "Personen oder Rücktritte".




Schlagwörter

Burgenland, Landtagswahlen

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Dokument erstellt am 2015-05-31 14:47:11
Letzte nderung am 2015-05-31 17:08:48



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