• vom 28.11.2015, 10:39 Uhr

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Update: 28.11.2015, 10:58 Uhr

Klimawandel

Treibhausgas-Emissionen so hoch wie nie zuvor




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  • Selbst wenn sich alle Länder an ihre Pläne halten, könnte die Temperatur bis 2100 um mehr als zwei Grad steigen.



Paris/Wien. (est) Künftig darf die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter um höchstens zwei Grad steigen, sonst drohen verheerende Auswirkungen. Als Grundlage für den Pariser Klimagipfel hat der Weltklimarat (IPCC) Fakten zusammengetragen, wie es um das System Erde steht.

Treibhausgase nehmen infrarote Strahlung - und damit Wärme - auf. Das ist ein natürliches Phänomen. Jedoch wird es durch den vom Menschen verursachten Schadstoffausstoß massiv verstärkt. Kohlendioxid (CO2) hat mit 76 Prozent den größten Anteil an Treibhausgasen, gefolgt von Methan (16), Lachgas (6) und Fluorchlorwasserstoffen (FCKW) mit zwei Prozent. Um die unterschiedlichen Gase hinsichtlich ihrer Klimaschädlichkeit vergleichen zu können, werden sie in eine Einheit namens Kohlendioxid-Äquivalente umgerechnet. 2010 erreichten diese 49 Gigatonnen: Das ist so viel wie nie zuvor.

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Zudem beschleunigt sich die Entwicklung. Von 1970 bis 2000 nahmen die Emissionen um 1,3 Prozent zu, von 2000 bis 2010 bereits um 2,2, Prozent. Hauptverursacher sind fossile Energieträger, wie Erdöl, die 78 Prozent des Treibhausgasausstoßes verursachen. Der Energiesektor mit einem Anteil von 35 Prozent und Land- und Forstwirtschaft mit 24 Prozent sind die klimaschädlichsten Branchen. Hinter ihnen reihen Industrie mit 21 und Verkehr mit 14 Prozent der Treibhausgase.

Seit Beginn des Industriezeitalters ist die Durchschnittstemperatur um ein Grad gestiegen. Über Zukunftsszenarien berichtete ein Forscherteam unter Beteiligung des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse in Laxenburg bei Wien am Freitag. Für ihre Berechnungen haben die Wissenschafter die Länder beim Wort genommen und ihre wahrscheinlichen Zugeständnisse zur Treibhausgas-Reduktion zusammengefasst. Selbst wenn sich alle Länder über 2030 hinaus an ihre Pläne halten, bleibt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich die Temperatur bis 2100 um über zwei Grad erhöht.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2015-11-27 16:41:04
Letzte nderung am 2015-11-28 10:58:26



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