• vom 04.07.2017, 17:22 Uhr

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Update: 04.07.2017, 20:39 Uhr

Katar-Konflikt

Die Krise als Gefahr und Chance




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Von Siobhán Geets

  • Wie sich der Konflikt auf die Weltwirtschaft und auf österreichische Firmen auswirkt.



"Wiener Zeitung": In der Nacht auf Dienstag verkündete Doha seine Reaktion auf die harten Forderungen Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Bahrains und Ägyptens. Doch Sie galten ohnehin als unerfüllbar.

Philipp Schramel: Das stand zumindest in der katarischen Presse. Es gab auch ein Statement vom Außenminister in diese Richtung. Was dann tatsächlich in dem Brief des Emirs oder Außenministers steht, wird sich weisen.

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Die Blockadeländer haben unter anderem die Land-, See- und Luftrouten geschlossen und katarische Staatsbürger ausgewiesen. Lässt sich Doha nicht auf die Forderungen ein, bleiben die Sanktionen bestehen. Wie wahrscheinlich sind weitere Strafen?



Aus jetziger Sicht ist das unklar, es gab gemischte Signale bezüglich zusätzlichen Sanktionen von den VAE und Saudi-Arabien. Eine der Überlegungen seitens der VAE war, dass Unternehmen sich künftig entscheiden müssen, mit wem sie Geschäfte machen. Bei den Strafen dafür, mit Katar zu sympathisieren, stellt sich die Frage, ob sie auch für geschäftliche Praktiken wie Zeichnungsberechtigungen und Lieferungen an Katar über Häfen im Oman, in Indien oder andere Ausweichrouten gelten. Eine weitere Möglichkeit ist, die Einlagen aus katarischen Banken abzuziehen - also die finanziellen Strafmaßnahmen noch weiter zu verschärfen. Die aktuellen Wirtschaftssanktionen greifen aber schon sehr weit.

Wessen Wirtschaft leidet am meisten unter den Sanktionen?

Statistiken besagen, dass sie Katar und die Blockadeländer gleichermaßen oder Zweiteren sogar noch mehr schaden. Das kann durchaus sein, beim Handel wie auch bei den Banken.

Wegen der hohen Exporte von Saudi-Arabien nach Katar?

Ja. Katar hat einen deutlich geringen Anteil am Handel der Länder des Golf-Kooperationsrates GCC. Katar verantwortet etwa zehn Prozent der Importe innerhalb des GCC und rund neun Prozent der Exporte. Sieht man sich die anderen Länder an, zeigt sich ein anderes Bild. Das benachbarte Saudi-Arabien bezieht etwa 25 Prozent seiner Importe aus den GCC-Staaten.

Was können österreichische Unternehmen in Katar nun tun?

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-07-04 17:27:14
Letzte nderung am 2017-07-04 20:39:56



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