• vom 21.09.2017, 15:34 Uhr

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Update: 21.09.2017, 18:19 Uhr

Nationalrat

Arbeiter-Angestellten-Angleichung kommt




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Von WZ Online, APA

  • Mit Unterstützung von FPÖ und Grünen setzte die SPÖ eine Fristsetzung gegen die ÖVP durch.

"Es ist durch nichts zu rechtfertigen, dass Arbeiter weniger lang ihren Lohn weiterbezahlt bekommen, wenn sie krank sind. Jetzt besteht große Hoffnung auf ein Ende der Ungleichbehandlung", sagt ÖGB-Mann Bernhard Achitz.


" - © APAweb / Georg Hochmuth

"Es ist durch nichts zu rechtfertigen, dass Arbeiter weniger lang ihren Lohn weiterbezahlt bekommen, wenn sie krank sind. Jetzt besteht große Hoffnung auf ein Ende der Ungleichbehandlung", sagt ÖGB-Mann Bernhard Achitz.


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© APAweb / Georg Hochmuth

Wien. Die SPÖ hat es Mittwochabend geschafft, auch ein weiteres Thema im Nationalrat mit einer Fristsetzung zu versehen, nämlich die Angleichung der Rechte von Arbeitern und Angestellten. Das passierte überraschend und gegen die Stimmen der ÖVP. FPÖ und Grüne unterstützten das Anliegen der Sozialdemokraten, damit dürfte es noch vor der Wahl zu einer Abstimmung im Plenum kommen.

Die SPÖ hat beim bisherigen Koalitionspartner ÖVP bis zuletzt für dieses Anliegen lobbyiert. Beim Ministerrat Mittwochvormittag hatte sich Kanzleramtsminister Thomas Drozda (SPÖ) "besonders verwundert" über den Widerstand der Schwarzen gezeigt, stehe die Beseitigung der Unterschiede zwischen den beiden Gruppen doch im Wahlprogramm von ÖVP-Chef Sebastian Kurz.

Sorge bei Wirtschaftskammer

Die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung warnen vor einer Angleichung. Der ÖGB hat hingegen "große Hoffnung auf ein Ende der Ungleichbehandlung von Arbeitern und Angestellten".

Die WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser sieht "eine schwere Belastung vor allem für unsere klein- und mittelbetrieblichen Arbeitgeberbetriebe" kommen. Diese werde "negative Auswirkungen auf den heimischen Arbeitsmarkt haben", sagt sie in einer Aussendung. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), sieht eine "sehr bedauerliche Husch-Pfusch-Wahlkampfaktion, statt eines fundierten sachorientierten Vorgehens".

Hoffnung bei ÖGB

"Schon lange fordern ÖGB und Gewerkschaften, dass Arbeiter und Angestellte die gleichen Rechte bekommen sollen. Es ist daher sehr erfreulich, dass das Parlament noch vor der Wahl darüber abstimmen wird", so ÖGB-Mann Bernhard Achitz in einer Aussendung. "Es ist durch nichts zu rechtfertigen, dass Arbeiter weniger lang ihren Lohn weiterbezahlt bekommen, wenn sie krank sind. Jetzt besteht große Hoffnung auf ein Ende der Ungleichbehandlung."

Neumayer warf Arbeitnehmervertretern ein "äußerst befremdliches Verhalten" vor, denn die Angelegenheit werde in den laufenden KV-Verhandlungen übergangen. Das sei ein "schlechter Stil".





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-21 15:45:34
Letzte nderung am 2017-09-21 18:19:00



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