• vom 02.04.2014, 18:19 Uhr

Europa-Wahl

Update: 07.04.2014, 13:49 Uhr

Angelika Mlinar

Intimzone Europa




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Politische Tupperware-Party: Angelika Mlinar lädt in ihre Wohnung, um vor der Kulisse ihres Bücherregales über Europa zu reden. In ganz Österreich werden bis zur EU-Wahl Neos- Politiker und Sympathisanten solche Heimabende abhalten.

Politische Tupperware-Party: Angelika Mlinar lädt in ihre Wohnung, um vor der Kulisse ihres Bücherregales über Europa zu reden. In ganz Österreich werden bis zur EU-Wahl Neos- Politiker und Sympathisanten solche Heimabende abhalten.© Stanislav Jenis Politische Tupperware-Party: Angelika Mlinar lädt in ihre Wohnung, um vor der Kulisse ihres Bücherregales über Europa zu reden. In ganz Österreich werden bis zur EU-Wahl Neos- Politiker und Sympathisanten solche Heimabende abhalten.© Stanislav Jenis

In der "europäischen Republik", die Mlinar skizziert, regiert statt der EU-Kommission eine echte EU-Regierung mit 15 Ministern. Der Chef dieser Regierung wird vom EU-Volk gewählt. Die Gesetze machen das EU-Parlament als erste und der Rat der Mitgliedsstaaten als zweite Kammer. Und es regiert der Freihandel. "Wir sind große Freunde des Freihandels. Nichts hat mehr Wohlstand geschaffen", sagt Strolz, EU-Glühbirne oder EU-Gurke brauche es dazu nicht. Die Warnungen vor dem Freihandelsabkommen mit Amerika (TTIP) sieht er als "Panikmache".

Neos die Neoliberalen? Strolz winkt ab. Er definiert die Neos vielmehr als "sozial verantwortlichste Partei", weil sie auf die Jungen schaue. "Chancen für die nächste Generation" ist neben dem "unternehmerischen Europa" das Hauptthema im Wahlkampf. Überall sollen Start-ups aus dem Boden schießen, Millionen Lehrlinge ins Ausland gehen.

Für Griechen fordern die Neos eine strenge Rechnung
Auch Mlinar hat ihre eigene Definition von sozial: "EU-Sozialfonds sind nur eine Linderung, die Lösung sind Bildung, Schuldenabbau und Unternehmertum."

Aber hat die EU Griechenland nicht kaputtgespart und damit die Chancen gerade der Jungen zerstört? Hier hört sich die Neos-Nächstenliebe auf. "Strenge Regeln, gute Freunde. Die Griechen haben viel Mist gebaut, die EU hat viel Mist dazugegeben." Für Strolz wäre es auch eine Option gewesen, dass Griechenland aus dem Euro-Raum austritt oder insolvent wird. "Wir brauchen dieses Insolvenzrecht für Bundesländer genauso wie für Staaten."

Die Grenzen ihres - von einer EU-Armee verteidigten Europas - ziehen die Liberalen nicht nach religiösen oder kulturellen Grenzen. Jeder in Europa soll rein dürfen, der die Kriterien erfüllt. So soll auch mit der Türkei weiter über einen Beitritt verhandelt werden. Die Türkei von Premier Recep Erdogan habe aber "keinen Platz" in Europa, der ungarische Premier Viktor Orbán stehe auf der Grenzlinie".

Die Neos würden 2016 einen neuen Anlauf für eine EU-Verfassung machen. Und was, wenn Holland wie 2005 wieder mit Nein stimmt? "Dann gute Reise", sagt Strolz. Und was, wenn sich in Frankreich Marine Le Pen durchsetzt und eine Abstimmung über den EU-Austritt macht? "Wir sollten uns vor solchen Referenden nicht fürchten", sagt Mlinar. Bon voyage, France?

Die "ZiB 2" fängt an. Haiderschauen mit den Neos. Liest Haider-Quercia "Shades of Grey"?

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2014-04-02 18:23:10
Letzte Änderung am 2014-04-07 13:49:56



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