• vom 31.05.2015, 09:56 Uhr

Wahlen

Update: 31.05.2015, 13:01 Uhr

Landtagswahlen

Landtagswahlen in der Steiermark und im Burgenland




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Von WZ Online, APA, red

  • Im Burgenland gilt die Wahl als Anfang vom Ende des Proporzsystems. 250.607 Wahlberechtigte entscheiden.
  • Wahl in der Steiermark ist Abstimmung über SP-VP-Reformpartnerschaft - Einschätzung der Wahlbeisitzer: Sehr gute bis beträchtliche Wahlbeteiligung.

Stimmenanteile 2010 und 2015.

Stimmenanteile 2010 und 2015.© APA Stimmenanteile 2010 und 2015.© APA

Eisenstadt. Die Landtagswahl 2015 hat im Burgenland begonnen. Sie läutet gleichzeitig das Ende des Proporzsystems bei der Zusammensetzung der Landesregierung ein. 229.169 Burgenländer sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Wahlziel von LH Hans Niessl ist es, mit 18 Mandaten die Mehrheit gegen die SPÖ zu verhindern. Um die 36 Mandate im Landtag bewerben sich sieben Parteien. Bei der Landtagswahl 2010 erreichte die SPÖ mit 48,3 Prozent 18 Mandate. Die ÖVP kam auf 34,6 Prozent und will zulegen, ebenso die Grünen, die zuletzt mit 4,2 Prozent ein Mandat verloren und wie die Liste Burgenland über einen Landtagssitz verfügen. Zweistellig werden will die FPÖ, die mit 9,0 Prozent in die Wahl geht. Den Sprung ins Landesparlament versuchen erstmals die NEOS und die Christliche Partei Österreichs (CPÖ).

Stimmenanteile 2010 und 2015.

Stimmenanteile 2010 und 2015.© APA Stimmenanteile 2010 und 2015.© APA

In Heugraben im Bezirk Güssing ist der Urnengang auch schon wieder vorbei: Das Wahllokal schloss bereits um 8:30 Uhr. Landesweit sperren die letzten Wahllokale um 16 Uhr. Wie sich die Burgenländer entschieden haben, sollte bis etwa 20 Uhr feststehen.

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Als Folge der im Dezember des Vorjahres beschlossenen Verfassungsreform wird die Landesregierung nicht mehr nach dem Stärkeverhältnis der Parteien bei der Landtagswahl besetzt. Damit sind erstmals freie Koalitionsbildungen möglich, mit denen auch kleinere Parteien - die über den Proporz keinen Landesrat bekämen - in die Regierung einziehen können. Landeshauptmann Hans Niessl hofft auf 18 Mandate, damit keine Regierung ohne SPÖ möglich ist. Derzeit reagiert die SPÖ gemeinsam mit der ÖVP. FPÖ, Grüne und Liste Burgenland waren 2010 zu schwach für eine Regierungsbeteiligung nach dem Proporzsystem.

NEOS und CPÖ erstmals dabei

2010 bekam die SPÖ mit 48,26 Prozent 18 Mandate im Landtag, die ÖVP verfügt mit 34,62 Prozent über 13 Sitze. Die Freiheitlichen legten auf 8,98 Prozent und drei Mandate zu, die Grünen (4,15) und Liste Burgenland (4,00) - sie tritt diesmal gemeinsam mit dem Team Stronach als Bündnis Liste Burgenland an - sind mit jeweils einem Abgeordneten vertreten. Die NEOS und die Christliche Partei Österreichs (CPÖ) kandidieren zum ersten Mal für das Landesparlament.

Bei der heutigen Wahl könnte das ebenfalls reformierte Vorzugsstimmen-Wahlrecht für zusätzliche Spannung und Überraschungen sorgen. In den Regionalwahlkreisen gilt das letzte Grundmandat, das jeweils an eine Partei vergeben wird, als Vorzugsstimmenmandat, das jenem Kandidaten zusteht, der die meisten Wähler von sich überzeugen kann. Die neue Regelung hat schon im Wahlkampf viele Kandidaten dazu bewogen, selbst aktiv um Vorzugsstimmen zu werben. Von den insgesamt 250.607 Wahlberechtigten haben 21.438 Personen, das sind 8,55 Prozent, schon am vorgezogenen Wahltag am 22. Mai die Möglichkeit zur Stimmabgabe genützt.

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Dokument erstellt am 2015-05-31 10:09:46
Letzte ńnderung am 2015-05-31 13:01:53



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