• vom 24.01.2015, 10:04 Uhr

Wahlen

Update: 25.01.2015, 10:31 Uhr

NÖ-Gemeinderatswahlen

Die spannendsten Gemeinden bei der Wahl




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  • Ein Blick in einige niederösterreichische Gemeinden und Städte vor der Wahl.



Ein Blick auf die spannendsten Gemeinden bei den Wahlen in Niederösterreich zeigt, dass zwischen 100 Prozent schwarz und rot-blau vieles möglich ist.



In Spannberg im Bezirk Gänserndorf erreichte die ÖVP bei der Gemeinderatswahl 2010 sagenhafte 100 Prozent. Und zwar deshalb, weil schlicht keine andere Partei angetreten ist. Glücklich war Herbert Stipanitz, seit 1997 Bürgermeister der 1000-Einwohner-Gemeinde, damit aber nicht. "Ich wollte die SPÖ dazu ermutigen, anzutreten", sagt er. Sie hätten in den Jahren zuvor immer gut zusammengearbeitet. Für Stipanitz ist es wichtig, die Gemeindearbeit transparent zu halten. "Dafür braucht es eine starke Opposition.

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"Du Herbert", sagte ein SPÖ-Vertreter am Abend vor der vergangenen Wahl, "du brauchst auf uns nicht zu warten. Wir treten nicht an. Wir sehen keine Perspektiven in der Gemeinde." In Spannberg gab es immer schon einen schwarzen Bürgermeister. Nur in den 1970ern wurde es einmal knapp für die Volkspartei, als Spannberg als Deponiestandort im Gespräch war. Eine Bürgerliste arbeitete dagegen an und holte sich vier der 15 Mandate. Drei gingen an die Sozialdemokraten, acht an die ÖVP.

Heuer hat er mit der SPÖ-nahen Liste STS wieder einen Gegner. 100 Prozent werden es nicht mehr werden. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit", sagt der gelernte Betriebsprüfer. Zu tun gibt es schließlich viel in den nächsten fünf Jahren. Das Wohnen soll für junge Leute leistbar und die Breitbandverbindung ausgebaut werden. Und ganz wichtig: Die drei Hochwassergefährdungspunkte im Ort möchte man endlich absichern.

Alleine angetreten ist die ÖVP 2010 auch in Glinzendorf (Bezirk Gänserndorf), wo heuer die FPÖ antritt, und in Röhrenbach (Bezirk Horn). Dort hat sich heuer die SPÖ aufstellen lassen.

Eine andere Situation findet man in Höflein (Bezirk Bruck a.d. Leitha), Aderklaa und Parbasdorf (Bezirk Gänserndorf) sowie in Moorbad Harbach (Bezirk Gmünd). Dort werden keine anderen Listen in den Wahlkampf gehen. 100 Prozent der gültigen Stimmen für die Volkspartei sind in diesen Gemeinen damit auch diesmal fix.



Traismauer: SPÖ will Absolute
Ein spannenderer Wahlkampf zeichnet sich in der Gemeinde Traismauer im Bezirk St. Pölten-Land ab. 6500 Menschen leben hier. Der amtierende Bürgermeister Herbert Pfeffer (SPÖ) übernahm 2010 eine desavouierte Partei, die erstmals die Absolute im Ort verloren hatte. Dass er Bürgermeister werden würde, war damals nur bedingt zu erwarten.







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Dokument erstellt am 2015-01-23 18:26:13
Letzte nderung am 2015-01-25 10:31:07




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