• vom 06.05.2013, 10:20 Uhr

Wahlen

Update: 06.05.2013, 16:51 Uhr

Salzburg

Salzburg-Wahl: Größter rot-schwarzer Verlust in der Zweiten Republik




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  • SPÖ und ÖVP wurden für den Finanzskandal abgestraft
  • Nach letzter Landtagswahl des Jahres ist nun keine Frau mehr unter den Landeshauptleuten.

Die erfolgreichste Politikerin der Wahl trägt Schal: Astrid Rössler von den Grünen. Links Noch-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, dahinter der "Weniger-Verlierer" Wilfried Haslauer und Karl Schnell, der wohl weiterhin keine große Rolle in Salzburg spielen wird. - © APA/BARBARA GINDL

Die erfolgreichste Politikerin der Wahl trägt Schal: Astrid Rössler von den Grünen. Links Noch-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, dahinter der "Weniger-Verlierer" Wilfried Haslauer und Karl Schnell, der wohl weiterhin keine große Rolle in Salzburg spielen wird. © APA/BARBARA GINDL

Salzburg. EIne Nacht nach der Wahl zeigt sich das gesamte Ausmaß des Wählerentscheids in seiner vollen Dimension. Auch wenn die ÖVP den ersten Platz für sich behaupten konnte, grandiose Wahlsiege sehen wahrlich anders aus. Das Wahlergebnis beurteilt der künftige Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer nüchtern: "Auch die ÖVP hat die gelbe Karte bekommen." Für eine Dreierkoalition zeigt sich der VP-Chef grundsätzlich offen, entscheidend sei aber die politische Machbarkeit.


Auch wenn viele Kommentare von einem Jahr der ÖVP sprechen, was wohl nur aufgrund der geringeren Verluste als beim Koalitionspartner SPÖ verstanden werden kann, könnte 2013 das Jahr der Grünen in Österreich werden - sie konnten spektakuläre Zuwächse verzeichnen.

Mit einem Rekord-Verlust straften die Salzburger bei der Landtagswahl ihre Regierung - vor allem die SPÖ - für den Finanzskandal ab. Noch nie in der Zweiten Republik haben SPÖ und ÖVP gemeinsam bei einer Landtags- oder Bundeswahl so viel verloren wie die 23,10 Prozentpunkte (vorläufiges Endergebnis) am gestrigen Sonntag. Nur einmal war es beinahe so viel, 1949 in Vorarlberg, als ÖVP und SPÖ beim ersten Antreten des FPÖ-Vorgängers "Wahlpartei der Unabhängigen" zusammen 22,01 Prozentpunkte einbüßten.

Bisher setzte es zweistellige rot-schwarze Verluste meist, weil die Freiheitlichen massiv gewannen. Nach den Erst-Antritten der Blauen bei den Landtagswahlen 1949 war dies vor allem in der Ära Haider der Fall - und auch 2008/2009 bei der Nationalratswahl sowie den Landtagswahlen in Tirol und Vorarlberg, wo die FPÖ nach ihrem Ausscheiden aus der Bundeskoalition wieder stark zulegte.

Bei der Salzburg-Wahl war dies allerdings nicht der Fall: Von den Verlusten der Regierungsparteien profitierten vor allem die Grünen. Sie schafften einen Rekord-Zuwachs von 12,81 Prozentpunkten, die FPÖ "nur" ein Plus von 4,02 Prozentpunkten. Die neue Liste Stronach kam bei ihrem ersten Antreten auf 8,34 Prozent.

SPÖ überall mit Minus, ÖVP fast in allen Gemeinden

Für die SPÖ hat die Salzburger Landtagswahl ein historisches Debakel gebracht. Die Partei fiel nicht nur auf ein Allzeit-Tief im Land, sondern fuhr das größte Partei-Minus der Geschichte überhaupt ein. Zugewinne gab es in keiner einzigen Gemeinde, die Verluste waren nahezu gleichmäßig verteilt. Umgekehrt fiel die Wahl bei den Grünen aus, die in ausnahmslos allen Gemeinden ein Plus vor dem Ergebnis stehen hatten.

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Dokument erstellt am 2013-05-06 10:23:15
Letzte nderung am 2013-05-06 16:51:56



Landtagswahl 2013





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