• vom 06.05.2013, 10:20 Uhr

Wahlen

Update: 06.05.2013, 16:51 Uhr

Salzburg

Salzburg-Wahl: Größter rot-schwarzer Verlust in der Zweiten Republik




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Die ÖVP konnte nur in vier der 119 Gemeinden Zugewinne verbuchen, die FPÖ vor allem im Bezirk Zell am See.

Die SPÖ hat vor allem in ihren Hochburgen stark verloren. Das stärkste Minus setzte es in der Gemeinde Niedernsill im Bezirk Zell am See. Die 1.975 Wahlberechtigten stimmten zu 24,4 Prozent für die SPÖ, das waren um 23,4 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2009. Damit verlor die SPÖ die klare Mehrheit von 47,7 Prozent, neuer Erster ist die ÖVP - trotz 6,9 Prozentpunkten Minus.

Auch in Ramingstein (-22,6 Prozentpunkte), wo ein Streit um ein geplantes Mur-Kraftwerk die Debatte beherrschte, sowie in Oberalm (-21,9), Grödig (-21,3) und Maria Alm am Steinernen Meer (-21,1) und weiteren sieben Gemeinden lagen die SP-Verluste bei mehr als 20 Prozentpunkten. Mehr als 50 Prozent hält die SPÖ nun nur mehr in einer Gemeinde, nämlich in Schwarzach im Pongau mit 51,6 Prozent - und dies trotz eines Minus von 14,5 Prozentpunkten.

ÖVP hält nur mehr in fünf Gemeinden Absolute

Wichtigste Wählerbewegungen in Salzburg im Vergleich der Landtagswahlen 2009-2013.

Wichtigste Wählerbewegungen in Salzburg im Vergleich der Landtagswahlen 2009-2013.© Grafik: APA Wichtigste Wählerbewegungen in Salzburg im Vergleich der Landtagswahlen 2009-2013.© Grafik: APA

Auch die Verluste der ÖVP schlugen sich in der Statistik nieder. So gibt es nur mehr fünf Gemeinden, wo die Volkspartei die absolute Stimmenmehrheit hält, nämlich in Göming (58,1 Prozent), St. Koloman (54,1), Göriach (51,7), Lessach (51,2) und Großarl (50,1). Genau 50 Prozent der Stimmen hält die Partei in der Gemeinde Hüttschlag. Im Jahr 2009 hatte die Partei noch in 17 Gemeinde die Absolute inne.

Ebenfalls deutlich wird die Schwäche der ÖVP, betrachtete man die Verluste und Zugewinne: Letztere gab es in nur vier Gemeinden, nämlich in St. Michael im Lungau (+7,1), Muhr (+3,0), Ramingstein (+2,7) und Forstau (+0,4). Bei den ersten drei könnte die Nähe zum geplanten Murkraftwerk bei Ramingstein ausschlaggebend gewesen sein: VP-Chef Wilfried Haslauer hatte im Oktober des Vorjahres erklärt, dass er für das - von der "Kronenzeitung" massiv bekämpfte - Kraftwerksprojekt eine Nachdenkpause will.

Nach Salzburg-Wahl keine Frau mehr unter den Landeshauptleuten

Das Gruppenbild mit Dame, damit ist nun Schluss. Die Landeshauptmänner sind in Österreich wieder unter sich. Nach der Abwahl von Gabi Burgstaller am Sonntag wird keines der neun Bundesländer mehr von einer Frau regiert. Auch in den Landesparlamenten sind Frauen in der Minderheit. Nach den Landtagswahlen in Kärnten und Niederösterreich Anfang März erhöhte sich ihr Anteil in den Landtagen und Landesregierungen aber zumindest gering.

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Dokument erstellt am 2013-05-06 10:23:15
Letzte nderung am 2013-05-06 16:51:56



Landtagswahl 2013





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