• vom 29.05.2015, 17:54 Uhr

Wahlen

Update: 31.05.2015, 14:39 Uhr

Fünf weitere Jahre "Reformpartnerschaft"




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  • SPÖ und ÖVP werden ihre Zweidrittelmehrheit verlieren, aber weiterregieren. Die FPÖ wird laut Umfragen ihr Ergebnis von 2010 verdoppeln.



Graz. Der Proporz wurde in der Steiermark durch die "Reformpartner" SPÖ und ÖVP abgeschafft. Große Überraschungen werden die ersten "echten" Koalitionsverhandlungen nach der Landtagswahl am Sonntag aber nicht bringen. Franz Voves (SPÖ) und Hermann Schützenhöfer (ÖVP) wollen miteinander weiterarbeiten. Die Mehrheit dafür scheint sicher, die Zweidrittelmehrheit von 2010 werden sie aber nicht mehr erreichen. Hauptthema in der Steiermark ist die Arbeitslosigkeit. Im April waren 51.000 Menschen ohne Job.

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Die FPÖ wird laut Umfragen ihr Ergebnis von 2010 (10,66 Prozent) verdoppeln und damit ihr bestes in der Steiermark bei einer Landtagswahl - bisher 17,15 Prozent im Jahr 1995 - einfahren. Ein erster Platz wie bei der Nationalratswahl 2013 scheint aber ebenso wenig möglich wie der zweite Platz bei der EU-Wahl 2014. Durch die Auflösung des Proporzes wird die FPÖ aber ihren Landesratposten verlieren. Dass die Blauen wieder mitregieren, scheint unwahrscheinlich.


Grüne und KPÖ dürften sich im Landtag halten, die Neos könnten neu einziehen. Das Team Stronach und die Piraten schaffen es laut Umfragen nicht.

Zu beachten ist, dass die Mandatsanzahl von 56 auf 48 reduziert wurde. Für die Kleinparteien wird ein Einzug dadurch schwieriger. In der Steiermark gibt es keine Prozenthürde, es braucht ein sogenanntes Grundmandat in einem der vier Wahlkreise. Am "günstigsten" ist es in Graz mit 6,5 Prozent. Dort liegt die Hoffnung für alle außer der Reformpartner und der FPÖ, die 2010 in jedem Wahlkreis Grundmandate hatten.

Wahlberechtigt sind 964.665 Personen, um 2235 weniger als 2010. Die Wahllokale schließen um 16 Uhr. Das vorläufige Gesamtergebnis wird für etwa 18.30 Uhr erwartet. Briefwahl-Stimmen und Stimmen, die in fremden Wahlkreisen abgegebenen werden, werden erst am Montag ausgezählt.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2015-05-29 17:59:15
Letzte nderung am 2015-05-31 14:39:29



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