• vom 31.05.2015, 17:40 Uhr

Wahlen

Update: 31.05.2015, 17:43 Uhr

Voves denkt vorerst nicht an Rücktritt




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  • Reaktionen zu den Landtagswahlen in der Steiermark und im Burgenland.

Der steirische SPÖ-Chef und LH Franz Voves wollte nach dem Wahldebakel für seine Partei am Sonntag einen Rücktritt weder ausschließen noch bestätigen. Er verwies auf die Parteigremien am Montagnachmittag - dort werde man sich mit der Frage beschäftigen, wie es weitergehe. Voves hatte vor der Wahl angekündigt, bei einem Ergebnis unter 30 Prozent zurückzutreten. Aber: "0,7 oder 0,8 Prozent sollten nicht ausschlaggebend sein". Er will weiter mit der ÖVP zusammenarbeiten.

Die Partei soll am Montag erörtertn, ob die Reformpartnerschaft fortgesetzt werde, kündigte er an. Das Thema Asyl und Integration wolle man ernst nehmen.


Schützenhöfer: "Man  kann damit leben"

Landeshauptmann-Stellvertreter ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer hat Sonntagnachmittag eingeräumt, dass man bei der steirischen Landtagswahl nicht das Ergebnis erreicht habe, das man sich gewünscht hat. Aber: "Man kann damit leben", betonte Schützenhofer vor Journalisten in einer knappen Stellungnahme.

Es handle sich um 30 Prozent Protest, 60 Prozent hätten die "Reformpartnerschaft" bestätigt. "Wir wollen jetzt ordentlich für das Land weiterarbeiten", betonte Schützenhöfer.

Strache jubelt über "Vorspiel" für Herbstwahlen

FPÖ-Bundeschef Heinz-Christian Strache ist naturgemäß hoch erfreut über den Ausgang der Wahlen am Sonntag. "So stark wie heute war die FPÖ noch nie", resümierte er und bezeichnete die Mai-Wahlen als "Vorspiel" für die Urnengänge in Oberösterreich und Wien im Herbst. In der Steiermark erwarte er sich den Rücktritt von LH Franz Voves (SPÖ) und die Einladung seiner Partei zu Regierungsverhandlungen.

Er habe heute das "historisch beste Ergebnis in der Geschichte der FPÖ Burgenland und der FPÖ Steiermark erlebt, so Strache. Man habe "Hoffnungswähler, die eine Veränderung wollen" ebenso erreicht wie "Nichtwähler, die uns mit ihrer Stimme Kraft verliehen haben". In Wien werde nun "alles möglich sein, wir können in Wien die 30-Prozent-Marke überspringen".

Da sich die FPÖ nun auf "Augenhöhe mit SPÖ und ÖVP" befinde, erwarte er sich, dass sie in der Steiermark zu Regierungsverhandlungen eingeladen werde. Dies entspreche dem Wählerwunsch, der keine Regierung der Verlierer wolle. Zuvor müsse Voves zurücktreten, denn der steirische SPÖ-Landeschef habe ja diesen Schritt im Fall eines Ergebnisses unter 30 Prozent angekündigt: "Ich erwarte, dass Voves sein Wort hält."



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Dokument erstellt am 2015-05-31 17:41:21
Letzte nderung am 2015-05-31 17:43:23



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