• vom 12.08.2014, 13:01 Uhr

Wahlen

Update: 12.08.2014, 13:07 Uhr

Vorarlberg-Wahl

FP wirbt mit Verkehr, Grüne mit Wohnen




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Von WZ Online, APA

  • Wallner lobt Forschungstätigkeit des Landes.

Wien/Bregenz. Die Landtagsparteien werfen sich in Vorarlberg langsam in den Wahlkampf. Die beiden wahrscheinlichsten Koalitionspartner der ÖVP, FPÖ und Grüne, versuchten sich am Dienstag in Pressekonferenzen in Sachpolitik. Die Freiheitlichen setzen auf den Verkehr unter dem Motto "Bauen statt stauen", die Grünen aufs billigeres Wohnen. Der Landeshauptmann wiederum lobt die Forschungspolitik des Landes.

Seitens der Freiheitlichen wurde am Dienstag versucht darzulegen, was eine Grüne Regierungsbeteiligung dem Land bescheren würde, nämlich weitere Staus. Landeschef Dieter Egger und Verkehrssprecher Ernst Hagen sehen mit Schwarz-Grün sowohl den Bau einer Entlastungsstraße für das Rheintal gefährdet als auch den Feldkircher Stadttunnel, beides in Vorarlberg seit Jahren viel diskutierte große Verkehrsprojekte.

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FP: Keine reine Autofahrer-Partei

Die FPÖ versicherte freilich, nicht als reine Autofahrer-Partei ins Rennen zu gehen. Man stehe für einen Mix statt für ein Gegeneinander-Ausspielen, wie das die Grünen täten. So plädierte Egger auch für einen weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs, der in den nächsten fünf Jahren um 15 Prozent mehr genutzt werden solle sowie für 50 Kilometer mehr an Radwegen, vor allem in Ortszentren-Nähe.

Die Grünen wiederum gaben sich am Dienstag weniger mit der politischen Konkurrenz ab als mit dem Dauerthema Wohnen, sei die Preisentwicklung bei Immobilien mittlerweile doch "beängstigend", wie Landtagswahlkandidatin Nina Tomaselli befand. Die Grünen meinen, dass ein neuer Mietvertrag in den Ballungszentren kaum mehr leistbar sei. Insofern bedürfe es eines Maßnahmenpakets zur Preisdämpfung.

Grüne: Buntes Maßnahmenpaket für billigeres Wohnen

Dieses ist recht bunt. Neben den Forderungen an den Bund wie etwa eine Zweckbindung der Wohnbauförderung hat man auch für das Land so einige Ideen. So würden die Grünen in den kommenden fünf Jahren 3000 gemeinnützige Wohnungen bauen lassen und für Junge unter 26 zinslose Kredite des Landes fürs Wohnen zur Verfügung stellen. Bei den Bauvorschriften soll man sich auf das notwendigste konzentrieren, und es soll ermöglicht werden, Wohnanlagen auch ohne Garagen zu errichten.

Amtierender Landeshaupmann setzt auf Forschungsstrategie

Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) bilanzierte indes auch diese Woche nach dem Pressefoyer der Regierung deren Arbeit positiv, diesmal zum Thema Forschung. Als Vorarlberger Spezifikum hervorgehoben wurde vom Landeshauptmann etwa, dass die F&E-Ausgaben in Vorarlberg fast zu 80 Prozent von den Unternehmen selbst getragen wurden.

Für die Zukunft setzt Wallner auf eine neue Forschungsstrategie, die jetzt in Ausarbeitung ist. Ob dann seitens des Landes mehr als die derzeit aufgewendeten rund 20 Millionen fließen werden, ließ der Landeshauptmann offen. Da müsse man erst schauen, wie die Strategie aussehe. Weniger werde es aber wohl nicht werden. Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser (ÖVP) meinte, man müsse auch intensive Gespräche mit dem Bund führen, weil dieser zu wenig in die angewandte Forschung investiere im Vergleich zur Grundlagenforschung. Für Vorarlberg würde die angewandte Forschung nämlich mehr bringen.




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Dokument erstellt am 2014-08-12 13:01:52
Letzte nderung am 2014-08-12 13:07:06



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