• vom 19.09.2014, 11:22 Uhr

Wahlen

Update: 19.09.2014, 11:32 Uhr

Vorarlberg-Wahl

Wallner vor Wahl "eigentlich recht zuversichtlich"




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Von WZ Online, apa

  • FPÖ geht von Plus aus und warnt vor Grün.

Bregenz. Landeshauptmann und ÖVP-Chef Markus Wallner gab sich am Freitagvormittag - 40 Stunden vor Beginn der Landtagswahl - "eigentlich recht zuversichtlich". Die ÖVP habe im zu Ende gehenden Wahlkampf so viele direkte Bürgerkontakte "wie noch nie" gehabt und die Zielmarke von 70.000 übertroffen. Angesichts von 20 Prozent an noch unentschlossenen Wählern werde weiter um jede Stimme gekämpft.

In einer Wahlkampfbilanz zeigte sich der Landeshauptmann nicht nur mit den Bürgerkontakten - Wallner absolvierte über 300 Termine und besuchte alle 96 Vorarlberger Gemeinden - zufrieden, sondern auch mit der Sachlichkeit, mit der der Wahlkampf von allen Parteien betrieben worden sei. "Der Wahlkampf ist sehr fair verlaufen, einige meinen: langweilig. Das ist aber ein Medienproblem, für das Land ist das positiv", sagte Wallner. Gespräche mit den anderen Parteien würden zügig nach der Wahl aufgenommen.

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"Saubere Arbeitsbilanz"
Als Regierungspartei habe man versucht, den Bürgern die "saubere Arbeitsbilanz" der vergangenen Jahre zu präsentieren und auf die anstehenden Schwerpunkte - Arbeit, Bildung, Infrastruktur - aufmerksam zu machen. "Wir sind an der Spitze der Regionen Europas, aber die Herausforderungen werden nicht kleiner", so der Landeshauptmann. Der Wechsel an der Spitze der Bundespartei habe während des Wahlkampfs dazu geführt, "dass der scharfe Gegenwind aus Wien nachgelassen hat". Die Vorarlberger Bürger hätten durchaus wohlwollend registriert, dass es einen neuen Finanzminister mit Vorarlberger Wurzeln gebe.

Wie am vergangenen Mittwoch beim offiziellen Wahlkampfabschluss der ÖVP betonte Wallner, dass man bis zur letzten Minute um jede Stimme laufen und auf allen Marktplätzen präsent sein werde. Nicht umsonst hatte die ÖVP als Schauplatz ihrer Abschlusspressekonferenz den Bregenzer Kornmarktplatz gewählt - wo in unmittelbarer Nachbarschaft etwa auch NEOS und die FPÖ um Stimmen warben.

FPÖ mit Zuversicht in die Wahl

Und die Vorarlberger Freiheitlichen marschieren mit Zuversicht in die Landtagswahl am Sonntag. Trotz der erschwerten Bedingungen durch den erstmaligen Antritt der NEOS ging Spitzenkandidat Dieter Egger bei seiner Abschlusspressekonferenz Freitagvormittag von einem Plus aus. Wie hoch dieses angesichts des hohen Ausgangsniveaus von 25 Prozent ausfallen könnte, wollte er nicht einschätzen.

Angekommen sei die bewusst positiv angelegte Wahlkampagne jedenfalls gut, meint Egger. Noch nie habe man so viele Bürgerkontakte gehabt wie in diesem Wahlkampf. Er ist sehr zuversichtlich, dass dieser freiheitliche Zugang am Sonntag entsprechend honoriert werde.

Einmal mehr warnte Egger am Freitag die ÖVP davor, die Grünen statt seiner Partei in eine Regierung aufzunehmen, sollte - wie von der FPÖ als Wahlziel ausgegeben - die absolute Mehrheit der Volkspartei fallen. Neben Bedenken bezüglich der Realisierung von Tourismus- und Verkehrsprojekten müsse sich die Landeshauptmann-Partei auch fragen, ob sie es mit ihrem christlichen Weltbild vereinbaren könne, mit einer Partei zusammenzugehen, die Abtreibungen an öffentlichen Krankenhäusern gestatten wolle.

Klar ist, die FPÖ stünde für die ÖVP bereit, auch wenn nicht um jeden Preis, wie Egger versicherte. Er sei zwar "weit weg zu sagen", dass alles, was die ÖVP gemacht habe, schlecht gewesen sei. Nur sei diese nach 60 Jahren an der Macht müde und träge geworden und sie neige dazu, ihre Macht zu missbrauchen. Daher würde es dem Land gut tun, wenn am Sonntag eine Richtungsentscheidung hin zu einer Zusammenarbeit von Volkspartei und Freiheitlichen getroffen werde, findet Egger.

Nicht umhin kam der FPÖ-Chef auch bei seiner Abschlusskonferenz um die Frage, ob er sich für seinen antisemitischen Sager gegen den Direktor des Jüdischen Museums Hohenems, Hanno Loewy, im Wahlkampf 2009 - wie von Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) gefordert - entschuldigen werde. Lust darauf hat er sichtlich nicht, für ihn hat sich die Sache längst erledigt, umso mehr seit Schubertiade-Gründer Gerd Nachbauer zuletzt für ihn Partei ergriffen hatte. Allerdings meinte Egger, dass man über das Thema in den Koalitionsverhandlungen wohl noch einmal reden werde.




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Dokument erstellt am 2014-09-19 11:26:18
Letzte ─nderung am 2014-09-19 11:32:07



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