• vom 21.09.2014, 13:00 Uhr

Wahlen

Update: 21.09.2014, 17:28 Uhr

Vorarlberg-Wahl

Die "Absolute" der ÖVP ist Geschichte




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Von WZ Online, APA


Bregenz. Die Vorarlberger Landtagswahl 2014 ist geschlagen. Die Volkspartei hat bei der Landtagswahl in Vorarlberg vom Sonntag die absolute Mehrheit - sowohl in Stimmen wie auch Mandaten - klar verloren. Laut vorläufigem Endergebnis erreichte die Volkspartei 41,8 Prozent der Stimmen, um neun Prozentpunkte weniger als 2009. Starke Gewinne gab es für die Grünen, die erstmals angetretenen NEOS schafften klar den Einzug.

Die Grünen konnten deutliche Zugewinne verbuchen und erreichten 17,1 Prozent. Das bedeutet für die Öko-Partei ein Plus von 6,5 Prozentpunkten gegenüber 2009. Die neue Partei NEOS schaffte mit 6,9 Prozent klar den Einzug.

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Mit leichten Verlusten endete der Wahltag für die FPÖ: Die Freiheitlichen erreichten 23,5 Prozent (-1,7). Bei der letzten Wahl im Ländle hatten noch 25,1 Prozent der Wahlberechtigten für die Blauen gestimmt.

Die SPÖ rutschte deutlich unter die psychologisch wichtige Zehn-Prozent-Marke: Mit einem Verlust von 1,2 Prozentpunkten endete der Wahlsonntag für die Sozialdemokratie mit einem vorläufigen Ergebnis von 8,8 Prozent.

ÖVP büßte vier Mandate ein
Die ÖVP ist nur mehr mit 16 Mandaten im 36 Sitze starken Vorarlberger Landtag vertreten. Der Urnengang brachte der Volkspartei einen Verlust von vier Sitzen. Die erstmals angetretenen NEOS zogen mit zwei Mandate in den Landtag ein, daneben waren die Grünen die einzige Partei, die ihren Mandatsstand vergrößern konnte.

Die Grünen sind künftig mit sechs Mandataren im Landtag vertreten. Bisher hielt die Öko-Partei bei vier Sitzen. Die NEOS schafften zwar mit zwei Mandaten den Einzug in den Landtag, verpassten allerdings das Ziel der Klubstärke (drei Sitze).

Die FPÖ hält weiterhin bei neun Mandaten, auch die SPÖ blieb bei ihre Mandatsstärke von drei Sitzen im Landtag.

Die Wahlbeteiligung lag bei 63,83 Prozent, das ist ein Minus von 4,6 Prozentpunkten gegenüber 2009.

Endergebnis am Dienstag
Nicht enthalten im vorläufigen Endergebnis sind die etwa zehn Prozent der ausgegebenen rund 25.000 Wahlkarten. Das endgültige Gesamtergebnis wird am Dienstag vorliegen.

Keine Mandatsverschiebung im Bundesrat
Die Landtagswahl in Vorarlberg hat keine Auswirkung auf die Sitzverteilung im Bundesland. Die ÖVP behält ihre zwei Vorarlberger Mandate, die FPÖ bleibt bei einem, sagte Werner Zögernitz, Leiter des Instituts für Parlamentarismus und Demokratiefragen, Sonntagnachmittag auf APA-Anfrage. Alle anderen Parteien gehen weiter leer aus.

Insgesamt entfallen damit von den derzeit 61 Bundesratssitzen 25 auf die ÖVP, 22 auf die SPÖ und neun auf die FPÖ. Die Grünen entsenden vier Mandatare in die Länderkammer des Parlaments, das Team Stronach einen.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2014-09-21 12:52:19
Letzte nderung am 2014-09-21 17:28:31



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