• vom 14.09.2012, 17:27 Uhr

Weltchronik

Update: 14.09.2012, 17:30 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (3)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Fuego spuckt wieder Asche

Guatemala: Vulkanausbruch treibt Tausende in die Flucht



  • Sechster Ausbruch des Fuego in diesem Jahr.

Eine gigantische Aschewolke steigt aus dem Fuego auf. - APAweb/AP/Moises

Eine gigantische Aschewolke steigt aus dem Fuego auf. APAweb/AP/Moises

Guatemala-Stadt. Tausende Menschen sind nach dem Ausbruch des Vulkans Fuego in Guatemala auf der Flucht. Wie der Katastrophenschutz des mittelamerikanischen Landes am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, mussten zunächst fast 11.000 Menschen rund um den Vulkan ihre Häuser verlassen. Die Zahl der Betroffenen dürfte sich jedoch recht rasch auf etwa 33.000 erhöhen, da weitere Gemeinden von den Eruptionen bedroht sind.

Starker Ascheregen erschwert die Rettungsmaßnahmen, viele Menschen waren eingeschlossen von Lavaströmen. Asche aus dem Vulkan wurde bis zu 3.000 Meter hoch über den Krater geschleudert, wie das vulkanologische Institut (Insivumeh) mitteilte. Viele Menschen fühlen sich von den Behörden alleingelassen.

Es ist der sechste Ausbruch des 3.763 Meter hohen Fuego in diesem Jahr. Eine gigantische Aschewolke breitete sich im Südwesten Guatemalas aus.

Erdstöße
Wie die Zeitung "Prensa Libre" am Freitag berichtete, waren insgesamt 47 Ortschaften in einem Gebiet von 2.500 Quadratkilometern betroffen. Begleitet wurden die Explosionen des Vulkans von Erdstößen, die aber nach Angaben des Nationalen Katastrophenschutzes (Conred) keine Schäden verursachten.

Die Schutzbehörde richtete in der Region zwei Kommandozentralen ein, die vor allem die Evakuierungsmaßnahmen koordinieren sollen. Laut "Prensa Libre" erschwerte starker Regen die Lage. Bäche und Flüsse bekamen Hochwasser. In einigen Regionen wurde auch der Flugverkehr eingeschränkt. Die Menschen wurden aufgefordert, Mund-und Augenschutz zu benutzen.

"Wir haben Angst"

"Wir haben Angst, denn wir wissen nicht, wohin wir gehen sollen", zitierte "Prensa Libre" eine Einwohnerin des Dorfes Ceilan in der Provinz Esquintla. "Die Behörden haben uns nicht gesagt, was wir tun sollen. Wir sitzen fest, weil wird den Fluss nicht überqueren können. Dort fließt vulkanisches Material hinunter." Die am schwersten betroffenen Ortschaften befinden sich nach Angaben des Conred in den Departements San Pedro Yepocapa und Esquintla.

Der Fuego ist laut Insivumeh der aktivste Vulkan der vergangenen Jahre in Mittelamerika. Er liegt mit drei weiteren Vulkanen, darunter dem noch größeren Agua, in der Nähe der alten guatemaltekischen Hauptstadt Antigua, einer der touristischen Attraktionen des Landes. Über seinem Krater ist meist eine Rauchwolke zu sehen.




Schlagwörter

Guatemala, Vulkan, Fuego

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-14 17:28:02
Letzte Änderung am 2012-09-14 17:30:59


Filmemacher starb Horst Königstein im Alter von 67 Jahren in Hamburg

Abschied vom Pionier des Doku-Dramas

Die Manns "Die Manns" und "Speer und Er" tragen seine Handschrift: Horst Königstein, der renommierte Filmemacher und Pionier des Doku-Dramas, ist tot... weiter




Nach der Fußball-Laufbahn wurde er zum Star in der NFL

Ex-Teamspieler Toni Linhart gestorben

Toni Linhart Der ehemalige österreichische Fußball-Teamspieler und NFL-Profi Toni Linhart ist tot. Wie der österreichische Fußballbund (ÖFB) auf seiner Website... weiter




Unglück beim Training für den America's Cup

Olympiasieger Simpson verunglückt

20130510simpson - APAweb / AP, Noah Berger San Francisco. Der Segel-Sport trägt Trauer: Der britische Olympiasieger Andrew "Bart" Simpson ist am Donnerstag bei einem Trainingsunfall in der... weiter




Im Alter von 92 Jahren

Italienischer Modeschöpfer Ottavio Missoni gestorben

Ottavio Missoni - APweb / Luca Bruno Rom. Der italienische Modeschöpfer Ottavio Missoni ist am Donnerstag im Alter von 92 Jahren gestorben. Der Designer starb in seiner Villa in Sumirago... weiter




Im Alter von 94 Jahren

Italiens Politlegende Andreotti verstorben

20130506andr - APAweb/EPA/MIKE PALAZZOTTO Rom. Italiens siebenmaliger Premier Giulio Andreotti ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Dies teilten die Angehörigen des christdemokratischen... weiter



Werbung



Beliebte Inhalte



Im Graubereich: Prostituierte müssen illegal anschaffen und sind häufig Gewalt ausgesetzt. - epa
  • Polizeiwillkür und kaum NGOs, an die sich die Frauen wenden können.
  • weiter

  • Progressive Allianz soll am 22. Mai starten.
  • weiter

Abdo ist mit seiner Familie aus Syrien in den Libanon geflohen und wohnt nun in einer Garage. Vor der Tür seiner Behausung ist eine Zeltstadt für Flüchtlinge entstanden. T. Seifert
  • Kann eine geplante internationale Syrien-Konferenz das Land vor dem völligen Abgleiten ins Chaos bewahren?
  • weiter

Brot für Deir al-Zor. Ein junges Mädchen verkauft an einer zerstörten Straßenecke Brot. - reuters
  • Zahl der Kriegsopfer und Flüchtlinge droht die Helfer zu überfordern.
  • weiter

PKK-Mitglieder sammeln Unterschriften für die Freilassung Öcalans am Fuße der Zitadelle in Erbil. - sven
  • Syrien-Konflikt beflügelt Frieden zwischen Kurden und Türken.
  • weiter

Israel hat nun einen Militärschlag in Syrien bestätigt. - APAweb/EPA/OLIVER WEIKEN
  • Attacke stelle eine Allianz von islamischen Terroristen mit Israel dar
  • weiter

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan will ein härteres Vorgehen gegen Syrien. - APAweb / Reuters, Umit Bektas
  • USA setzen auf politische Lösung.
  • weiter

Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad soll verschiedenen Medienberichten zufolge am 29. April für sieben Stunden verhaftet worden sollen sein...weiter

PKK-Mitglieder sammeln Unterschriften für die Freilassung Öcalans am Fuße der Zitadelle in Erbil. - sven
  • Syrien-Konflikt beflügelt Frieden zwischen Kurden und Türken.
  • weiter

Probe für den Ernstfall? Israelische Soldaten stürmen bei einer Übung ein Gebäude. - epa
  • Israels Alleingang kommt angesichts der Sicherheitsrats-Blockade nicht ungelegen.
  • weiter




Umfrage

Werbung


Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

18. 5. 2013: Ein lesbisches Paar in Myanmar: Der "Internationale Tag gegen Homophobie" geriet weltweit zu einem bunten und eindringlichen Protest gegen Diskriminierung. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung