• vom 20.12.2012, 17:11 Uhr

Weltchronik

Update: 20.12.2012, 19:32 Uhr

Somalia

Massensterben im Meer




  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Überfülltes Boot sinkt im Golf von Aden

Nur selten haben somalische Flüchtlinge das Glück, von einem Schiff aufgenommen zu werden wie hier von der USS Lake Champlain (2009).

Nur selten haben somalische Flüchtlinge das Glück, von einem Schiff aufgenommen zu werden wie hier von der USS Lake Champlain (2009).© Bild: U.S. Navy / Class Daniel Barker - Public Domain Nur selten haben somalische Flüchtlinge das Glück, von einem Schiff aufgenommen zu werden wie hier von der USS Lake Champlain (2009).© Bild: U.S. Navy / Class Daniel Barker - Public Domain

Bei einem Schiffsunglück in Somalia sind nach Angaben der Vereinten Nationen 65 Menschen ertrunken. Das Boot sei vor der Küste des afrikanischen Landes gesunken, sagte ein UN-Sprecher am Donnerstag. Die 65 Insassen aus Äthiopien und Somalia seien alle ums Leben gekommen. Nähere Einzelheiten teilte der Sprecher nicht mit.

Werbung

Das Boot war nach ersten Ermittlungen überfüllt und kenterte eine Viertelstunde nach dem Auslaufen aus dem Hafen Bosasso im Norden Somalias.

Der Weg zu einem besseren Leben führt für viele Somalier über den Jemen.

Der Weg zu einem besseren Leben führt für viele Somalier über den Jemen. Der Weg zu einem besseren Leben führt für viele Somalier über den Jemen.

Im Februar 2011 waren in der Region bei einem ähnlichen Unglück 57 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Rund 100.000 Menschen aus Äthopien oder Somalia überquerten in diesem Jahr bereits den Golf von Aden oder das Rote Meer beim Versuch der Auswanderung, häufig in dafür vollkommen untauglichen Booten.

Hintergrund

Somalia gilt als gescheiterter Staat, der in mehrere Teile zerfallen ist, von denen viele nicht über eine funktionierende Verwaltung verfügen. Seit 1991 bekämpfen einander zahlreiche regionale Machtgruppen, darunter Armeen lokaler Warlords, radikal-islamischer Gruppe und Piraten. Laut der Weltgesundheitsbehörde (WHO) sterben 180 von 1000 lebend geborenen Kindern vor dem 5. Geburtstag.

Der Golf von Aden ist darüber hinaus ein Zentrum der Piraterie und des Schmuggels.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2012-12-20 17:16:51
Letzte Änderung am 2012-12-20 19:32:16


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. IS-Video zeigt Enthauptung eines US-Journalisten
  2. Polizei erschießt weiteren Schwarzen
  3. Davutoglu wohl neuer türkischer Regierungschef
  4. Denkmal mit Kratzern
  5. Dschihadisten wollen USA "in Blut ertränken"
Meistkommentiert
  1. Internationale Mission zur Rettung von Jesiden in Planung
  2. Polizei erschießt weiteren Schwarzen
  3. Sechs Kugeln trafen Michael Brown
  4. Dschihadisten drohen mit Hinrichtung Hunderter Jesiden
  5. Eine Polizei im Militärmodus

Werbung



Peter Scholl-Latour

"Der letzte Welterklärer" ist tot

Germany Scholl-Latour Obit - © APAweb / AP, Tim Brakemeier Berlin. Er war Regierungssprecher im Saarland, "stern"-Chefredakteur, TV-Korrespondent in Paris - doch am wohlsten fühlte er sich in Krisengebieten... weiter




Todesfall

Ein Baumeister, der sein Wissen bis zuletzt weitergab

Horst Pöchhacker als Porr-Chef, 2006. - © apa/Sc hlager Wien. "Ein Generaldirektor ist ein ganz normaler Mensch. Er weiß es nur nicht" - nach einem Vierteljahrhundert an der Spitze des Baukonzerns Porr nahm... weiter




Lauren Bacall

Ein Blick für die Ewigkeit

Ihr Schlafzimmerblick war legendär. - © Sunset Boulevard/Corbis "Wir leben in einer Zeit der Mittelmäßigkeit. Stars haben heute nicht mehr die Statur eines Humphrey Bogart, James Cagney, Spencer Tracy... weiter




Nachruf

Ein Blick für die Ewigkeit

20140813lauba - © AP "Wir leben in einer Zeit der Mittelmäßigkeit. Stars haben heute nicht mehr die Statur eines Humphrey Bogart, James Cagney, Spencer Tracy... weiter







20.08.2014: Ein junger Fischotter macht es sich im Wasser des Zuercher Zoos bequem. Im Zoo Zuerich hat es Nachwuchs bei den Fischottern gegeben. Gleich drei Junge brachte das Weibchen Lulu bei ihrer ersten Geburt zur Welt. Die Linzer Hauptbahnhof wurde heuer von den VCÖ-Bahntester zum schönsten Österreichs gekürt.

Köln steht ganz im Zeichen der Computerspiele. Noch bis 17. August läuft die Gamescom 2014. Hier testet ein Besucher Sonys "Project Morpheus"-Headset für Virtuelle Realität. Am 9. August wurde der unbewaffnete 18-jährige Michael Brown in Ferguson von einem Polizisten erschossen.

Werbung