• vom 18.07.2013, 18:03 Uhr

Weltchronik


Indien

Gift in Mittagessen: Bereits 23 Schüler in Indien gestorben




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    Neu-Delhi. Reis, Linsen, Soja und Erdäpfel standen auf dem Speiseplan. Doch das scheinbar ganz gewöhnliche Mittagessen für die fünf- bis zwölfjährigen Schüler im ostindischen Bundesstaat Bihar endete in einer Tragödie: 23 von ihnen sind bis Donnerstag an der Mahlzeit gestorben, mehr als 20 befinden sich noch im Spital, wie auch der Koch der Schule.


    Ersten Untersuchungen zufolge enthielt das Essen Insektengift. Eventuell sei die Speise in einem Behälter gewesen, der vorher ein Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel enthielt, sagte der zuständige Beamte Abhijit Sinha. Verwandte der Schüler berichten, dass lediglich jene Kinder betroffen waren, welche die Beilage aus Soja und Erdäpfeln aßen.

    Direktorin auf der Flucht
    Im Zentrum der Ermittlungen steht die Direktorin der 80 Kilometer nördlich von Bihars Hauptstadt gelegenen Schule. Sie und ihr Mann, der Lebensmittel an die Schule verkaufte, sind seit dem tödlichen Vorfall auf der Flucht. Im Haus der Direktorin seien zwei Behälter mit Insektiziden neben Gemüse, Reis und Hülsenfrüchten für das Mittagessen gefunden worden, sagte ein namentlich nicht genannter Ermittler.

    Aus Angst vor einer Wiederholung des Vorfalles boykottierten am Donnerstag tausende Schüler in Bihar die angebotenen Speisen. Die verängstigten Kinder warfen ihre Mahlzeiten in Mülleimer oder rührten sie auf Anweisung der Eltern erst gar nicht an. Aufgrund von Hygienemängeln und verdorbener Zutaten gibt es immer wieder Lebensmittelvergiftungen an Indiens Schulen. 120 Millionen Kinder erhalten landesweit kostenloses Essen an staatlichen Bildungseinrichtungen. Dadurch soll sowohl die Ernährung der Kinder verbessert als auch die Anwesenheit in Schulen gesteigert werden.




    Schlagwörter

    Indien, Schulwesen, Ernährung

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    Dokument erstellt am 2013-07-18 18:05:02



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