• vom 06.08.2015, 18:06 Uhr

Weltchronik


Flugzeugabsturz

MH370: Neue Trümmer, aber Zweifel




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  • Krebstiere sollen bei der Aufklärung helfen. Die Angehörigen zweifeln an Informationen.

Kuala Lumpur. (aml/apa/reu) Am Strand von La Reunion sind weitere Flugzeugteile gefunden worden. Der malaysische Verkehrsminister Liow Tiong Lai sprach von "Trümmern wie Fenster oder Sitzpolster", die angeschwemmt worden sind.

Die Hinweise verdichten sich, dass es sich bei den Teilen um Spuren des Fluges MH370 handelt. Der Großraumjet verschwand am 8. März vergangenen Jahres auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen - mehrheitlich Chinesen - an Bord vom Radar. Ermittler gehen davon aus, dass die Boeing noch stundenlang weiterflog und schließlich in den Indischen Ozean stürzte.

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Krebstiere sollen
Absturzstelle eingrenzen

Das französische Übersee-Département La Reunion liegt knapp 700 Kilometer östlich von Madagaskar im Indischen Ozean. Strömungsmodelle belegen die Möglichkeit, dass die Wrackteile rund 3700 Kilometer von der vermutlichen Absturzstelle bis nach Reunion geschwemmt worden sind.

Die Absturzstelle könnte nun anhand von Meerestieren, die die Wrackteile besiedelt haben, genauer eingegrenzt werden. Einige Muschelarten oder Krebstiere kommen nur in bestimmten Meeresregionen vor. Laut dem Paläontologen Alexander Lukeneder vom Naturhistorischen Museum Wien könnte es sich bei den Tieren auf den Wrackteilen um "Lepas australis" handeln, eine Krebstierart, die vor allem südwestlich von Australien vorkommt.

Malaysias Regierungschef Najib Razak hatte in der Nacht auf Donnerstag erklärt, das vergangene Woche auf La Reunion entdeckte Wrackteil stamme von der verschollenen malaysischen Passagiermaschine. Experten hätten die Flügelklappe anhand des Farbanstrichs und eines Wartungssiegels als Teil der vermissten Boeing identifiziert. Die französische Staatsanwaltschaft äußerte sich jedoch vorsichtiger. Sie sagte, sehr viel spreche dafür, dass das Wrackteil Flug MH370 zugeordnet werden könne.

Angehörige unzufrieden mit Malaysias Auskünften
In einer ersten Reaktion äußerten die Angehörigen der chinesischen Passagiere "ernste Zweifel" an Razaks Erklärung. In einer auf sozialen Netzwerken veröffentlichten Stellungnahme verlangten sie ein Treffen mit einem "ranghohen malaysischen Regierungsvertreter", um von ihm "weitere Erläuterungen" zu erhalten.

Der 51-jährige Zhao Shuguo, der schon lange in Frankreich lebt, will vor Gericht ziehen. Seine 19-jährige Tochter war an Bord der Maschine. Laut ihm würden die Ermittler in Frankreich zwar gute Arbeit leisten, von den Behörden und der Fluggesellschaft in Malaysia könne man das allerdings nicht behaupten. "Es wird nur verschleiert", sagte Zhao.




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Dokument erstellt am 2015-08-06 18:11:05



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