• vom 27.09.2016, 10:23 Uhr

Weltchronik

Update: 27.09.2016, 10:39 Uhr

WHO

Ein Killer namens Feinstaub




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Von WZ Online, APA, AFP

  • Mehr als 90 Prozent der Menschen leiden unter Luftverschmutzung.

Genf. Mehr als 90 Prozent aller Menschen auf der Erde leiden laut einer neuen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter Luftverschmutzung. An den Folgen sterben jährlich mehr als sechs Millionen Menschen, wie die WHO am Dienstag in Genf erklärte. Besonders groß ist das Problem demnach in Städten, doch auch in ländlichen Gebieten ist die Luft oft schlecht.

Die Direktorin der WHO-Abteilung für öffentliche Gesundheit, Maria Neira, nannte die neuen Zahlen "zutiefst besorgniserregend". Besonders verschmutzt ist die Luft demnach in Entwicklungs- und Schwellenländern, vor allem in Asien. Luftverschmutzung betreffe aber "praktisch alle Länder der Welt und alle Teile der Gesellschaft". Es handle sich um eine "gesundheitliche Notlage".

Daten weltweit erhoben

Die Zahlen wurden an 3.000 Orten weltweit erhoben, sowohl durch Satellitentechnik als auch durch Messungen am Boden. 92 Prozent der Weltbevölkerung leben demnach an Orten, an denen die von der WHO festgelegten Grenzwerte für saubere Luft überschritten werden. Dabei geht es der WHO vor allem um den besonders gesundheitsgefährdenden PM2,5-Feinstaub.

Besonders kleine Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer können beim Einatmen bis in die Lungenbläschen gelangen und sind für die menschliche Gesundheit hochriskant. Die Verschmutzung der Luft mit Feinstaub erhöht die Risiken eines Schlaganfalls, von Herzkrankheiten, Lungenkrebs und Atemwegserkrankungen wie Asthma.

Die WHO macht die Feinstaubbelastung in der Außenluft für mehr als drei Millionen Todesfälle im Jahr verantwortlich. Aber auch verschmutzte Luft in Innenräumen kann den Angaben zufolge gefährlich sein, vor allem in armen Ländern, wo das Kochen mit Holz oder Kohle weit verbreitet ist.





Schlagwörter

WHO, Luftverschmutzung, Feinstaub

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-09-27 10:34:37
Letzte ─nderung am 2016-09-27 10:39:51



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