• vom 29.11.2016, 06:43 Uhr

Weltchronik

Update: 29.11.2016, 13:35 Uhr

Kolumbien

Flugzeug mit Südamerika-Cup-Finalisten Chapecoense abgestürzt




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA, dpa

  • An Bord befand sich die brasilianische Fußball-Mannschaft Chapecoense, fünf Personen überlebten Absturz.

Am 23. November feierten die Chapecoense-Spieler noch den Einzug ins Finale des Südamerika-Cups. Beim Flug zum Final-Hinspiel in Kolumbien stürzte das Flugzeug mit der Mannschaft ab.

Am 23. November feierten die Chapecoense-Spieler noch den Einzug ins Finale des Südamerika-Cups. Beim Flug zum Final-Hinspiel in Kolumbien stürzte das Flugzeug mit der Mannschaft ab.© APAweb / AP, Andre Penner Am 23. November feierten die Chapecoense-Spieler noch den Einzug ins Finale des Südamerika-Cups. Beim Flug zum Final-Hinspiel in Kolumbien stürzte das Flugzeug mit der Mannschaft ab.© APAweb / AP, Andre Penner

Bogota. Beim Absturz eines Flugzeugs mit der brasilianischen Fußballmannschaft Chapecoense an Bord sind in Kolumbien 76 Menschen getötet worden. Fünf Insassen überlebten, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Nach den Worten des Leiters der Polizei Medellin, Jose Acevedo, wurden aus dem Wrack zunächst sechs Menschen lebend geborgen - eine Person starb aber auf dem Weg in ein Krankenhaus.

Die Mannschaft des brasilianischen Erstliga-Vereins Chapecoense sollte am Mittwoch in Medellin das Hinspiel im Finale des Vereinswettbewerbs Copa Sudamericana gegen Atletico Nacional aus Medellin bestreiten. Der Wettbewerb ist nach der Copa Libertadores der zweitwichtigste Clubwettbewerb in Südamerika. Das Erreichen des Finales war der bisher größte Erfolg des 1973 gegründeten Teams aus dem südbrasilianischen Bundesstaat Santa Catarina.

Das Flugzeug mit 81 Menschen an Bord stürzte im Nordwesten Kolumbiens ab. Nach einem Flug von Sao Paulo nach Santa Cruz in Bolivien war die verunglückte Maschine dort in Richtung Medellin gestartet.

Wie die Luftfahrtbehörde mitteilte, verunglückte die Maschine vom Typ Avro RJ85 der bolivianischen Gesellschaft Lamia am Berg El Gordo in der Nähe der Ortschaft La Union. Bevor das vierstrahlige Flugzeug gegen 22.00 Uhr (Ortszeit) am Montagabend vom Radar verschwunden sei, hätten die Piloten Probleme mit der Elektronik gemeldet, hieß es unter Berufung auf den Kontrollturm des Flughafens von Medellin.

An Bord waren 72 Passagiere sowie neun Besatzungsmitglieder. Zu den Geretteten sollen Abwehrspieler Alan Ruschel und eine Stewardess gehören. Auf Bildern war zu sehen, wie Ruschel auf einer Trage ins Krankenhaus San Juan de Dios in La Ceja gebracht wurde.

Laut dem brasilianischen Portal "O Globo" und der kolumbianischen Seite "Mi Oriente" wurden auch die beiden Torhüter der Mannschaft lebend geborgen. Mit Innenverteidiger Neto (31 Jahre) überlebte laut offiziellen Angaben noch ein vierter Chapecoense-Profi das Unglück. Polizisten seien als erste zu der schwer zugänglichen Unglücksstelle gelangt, teilte die Luftfahrtbehörde mit. Die Gegend sei wegen Nebels nur auf dem Landweg zu erreichen, nicht aus der Luft.

Der südamerikanische Fußballverband Conmebol sagte das Finale nach dem Unglück ab. "Es ist ein trauriger Tag für den Fußball", sagte der Präsident des kolumbianischen Vereins Atlético, Juan Carlos de la Cuesta.

Chapecoense war erst 2014 in die Erste Liga Brasiliens aufgestiegen. Der Absturz des Flugzeugs mit dem Team löste große Anteilnahme aus. Trauerschleifen, die das Wappen des Clubs umgeben, wurden über Twitter veröffentlicht. Der türkische Club Fenerbahce Istanbul schrieb: "Wir sind mit Euch." Anhänger des Clubs twitterten: "Betet für uns". Auf dem Account des Clubs hieß es, man warte auf aktuelle Informationen der Behörden.

Werbung



1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
Dokument erstellt am 2016-11-29 06:46:50
Letzte nderung am 2016-11-29 13:35:09



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Rebellen fordern sofortige Feuerpause
  2. Die "Air Force One" ist Trump zu teuer
  3. Rebellen-Niederlage in Aleppo wäre auch Niederlage der USA
  4. Zwei Österreicher unter den Opfern
  5. Fast 100 Tote bei Erdbeben
  6. Der Ausnahmezustand für die Ewigkeit
  7. Laut Experten bereits Pandemie unter Wildvögeln

Werbung




Todesfall

"Fawlty Towers"-Star Andrew Sachs gestorben

Autogrammstunde mit Mr. Sachs, 2004. - © Von Squidney / phil chappell from Crowthorne, U.K. - http://www.flickr.com/photos/squidney/2681069908/ , CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5093848 London. Der britische Fernsehstar Andrew Sachs ist tot. Der als unbeholfener spanischer Kellner Manuel in der Serie "Fawlty Towers" aus den 70er... weiter




Musik-Blogothek

"Alle Menschen sind musikalisch"

2016112929112016 - © Screenshot Youtube: youtube.com/watch?v=8rdnXFXrUhE Pauline Oliveros, eine der wichtigsten Figuren der modernen Musik, ist tot. US-amerikanische Akkordeonistin und Komponistin gilt als Pionierin der... weiter




Todesfall

Georg Lhotsky gestorben

Wien. Der österreichische Schauspieler, Filmemacher und Theaterregisseur Georg Lhotsky ist in der Nacht von Sonntag auf Montag im Alter von 79 Jahren... weiter




Fidel Castro tot

Trumps Wahlsieg stellt Annäherung auf den Prüfstand

20161127Castro - © APAweb/AP, Ramon Espinosa Havanna. Wehklagen und Siegestaumel nach dem Tod des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro: Während die Anhänger des früheren kubanischen... weiter






Werbung