• vom 19.05.2017, 13:44 Uhr

Weltchronik

Update: 19.05.2017, 16:42 Uhr

Wikileaks

Das jahrelange Tauziehen um Julian Assange




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA, dpa

  • Der Australier sitzt seit fast fünf Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London fest.

Seit fünf Jahren lebt Julian Assange in der Botschaft Equadors in London.

Seit fünf Jahren lebt Julian Assange in der Botschaft Equadors in London.© nick.hider - CC 2.0 Seit fünf Jahren lebt Julian Assange in der Botschaft Equadors in London.© nick.hider - CC 2.0

Stockholm/London. Seit fast fünf Jahren sitzt WikiLeaks-Gründer Julian Assange in der Botschaft Ecuadors in London fest. In den USA fiel der Australier in Ungnade, weil seine Enthüllungsplattform unter anderem geheimes Material zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak veröffentlichte. In Schweden wurde er wegen angeblicher sexueller Vergehen gesucht. Ein Rückblick:

August 2010: Schwedische Staatsanwälte erlassen Haftbefehl gegen Assange, heben ihn aber kurz darauf wieder auf. Die Justiz wirft dem Australier vor, er habe bei einem Besuch im Land zwei Frauen vergewaltigt und sexuell genötigt.

Dezember 2010: Assange wird von der britischen Polizei wegen eines neuen Haftbefehls aus Schweden festgenommen. Gegen Kaution und unter Auflagen kommt er frei. Er hält die Vorwürfe für politisch motiviert.

Februar 2011: Ein Londoner Gericht hält eine Auslieferung nach Schweden für rechtens, Assange geht Anfang März in Berufung. Er fürchtet die Auslieferung an die USA, wo ihm eine lange Haft wegen Geheimnisverrats drohen könnte.

November 2011: Der britische High Court entscheidet, dass Assange an Schweden ausgeliefert werden darf. Der legt Einspruch ein.

Juni 2012: Der Einspruch scheitert. Am 19. Juni flieht Assange in die Botschaft von Ecuador in London und beantragt politisches Asyl.

Juli 2014: Seine Anwälte beantragen in Schweden eine Aufhebung des vier Jahre alten Haftbefehls. Der Antrag scheitert.

August 2015: Die schwedische Staatsanwaltschaft lässt die Vorwürfe der sexuellen Nötigung und des Missbrauchs wegen Verjährung fallen. Der Vergewaltigungsvorwurf bleibt aber bestehen.

Februar 2016: Nach Ansicht von UNO-Rechtsexperten kommt Assanges Aufenthalt in der Botschaft einer willkürlichen Haft gleich. Sie fordern, er müsse sich wieder frei bewegen können.

November 2016: Schwedische Staatsanwälte befragen Assange in London.

April 2017: Medienberichten zufolge bereiten die USA eine Anklage gegen ihn vor.

Mai 2017: Schwedens Justiz gibt bekannt, dass sie die Ermittlungen gegen Assange einstellt.

Werbung



Schlagwörter

Wikileaks, Julian Assange

1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-05-19 13:45:43
Letzte ─nderung am 2017-05-19 16:42:51



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Keine Scheu vor Deal mit Rechten
  2. "JFK Files" über Kennedys Ermordung sollen publik werden
  3. 16 ägyptische Polizisten bei Angriff von Islamisten getötet
  4. Weinstein lässt Herausgabe von Unterlagen verhindern
  5. Shinzo Abe steht in Japan vor einem klaren Wahlsieg
  6. Kinderchirurg operierte während Erdbeben an offenem Herzen
  7. Zahlreiche Tote bei Gefechten mit Islamisten in Ägypten

Werbung




Kinderliteratur

Mausbär ist traurig

Erwin Moser mit Tiger und Co. bei der Arbeit. - © Apa/Wetzelsdorfer Wien/Gols. Der vielfach ausgezeichnete Kinderbuchautor und Illustrator Erwin Moser ist am Mittwochabend im Alter von 63 Jahren in Wien gestorben... weiter




Todesfall

Iraks Ex-Präsident Talabani gestorben

20171003tala - © APAweb/AP, Christophe Ena Bagdad. Der ehemalige irakische Präsident Jalal Talabani ist nach Angaben des irakischen Staatsfernsehens tot. Er sei in einem Krankenhaus in... weiter




Hubert Feichtlbauer

"Ein ganz großer Mann"

Lieber Hubert Feichtlbauer, jetzt hast Du es also geschafft. Zuletzt konntest Du den Tod nicht mehr erwarten. Was Dir bei der Erstellung der bösen... weiter




Deutschland

Ehemaliger CDU-Generalsekretär Heiner Geißler ist tot

München. Der ehemalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler ist tot. Er starb im Alter von 87 Jahren, wie die "Süddeutsche Zeitung" am Dienstag unter... weiter






Werbung


Werbung