• vom 24.07.2017, 18:02 Uhr

Weltchronik

Update: 24.07.2017, 18:13 Uhr

Flüchtlinge

Tote in Schlepper-Lkw




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  • Verletzte in kritischem Zustand, Fahrer in Texas festgenommen.

Der Lastwagen befand sich auf einem Parkplatz der Supermarktkette Walmart in der Stadt San Antonio, die nahe der Grenze zu Mexiko liegt. - © APA, Reuters, Ray Whitehouse

Der Lastwagen befand sich auf einem Parkplatz der Supermarktkette Walmart in der Stadt San Antonio, die nahe der Grenze zu Mexiko liegt. © APA, Reuters, Ray Whitehouse

San Antonio. In einem Fall mutmaßlicher Schlepperkriminalität hat die Polizei im US-Bundesstaat Texas am Sonntag einen grausigen Fund gemacht. In einem auf einem Parkplatz abgestellten Lastwagen entdeckten die Beamten zehn Tote im Laderaum. 28 Verletzte wurden befreit Der Gesundheitszustand von 20 von ihnen galt als äußerst bedenklich, zwei Opfer starben später im Spital.

Der Lastwagen befand sich auf einem Parkplatz der Supermarktkette Walmart in der Stadt San Antonio, die nahe der Grenze zu Mexiko liegt. Die Opfer - mutmaßlich illegale Einwanderer - seien im Anhänger des Lastwagens entdeckt worden. Zu der Gruppe zählten auch Kinder.

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"Wir haben einen Anruf von einem Walmart-Mitarbeiter hinsichtlich einer Überprüfung des Sattelschleppers bekommen, der auf dem Parkplatz abgestellt war", sagte Polizeichef William McManus bei einer Pressekonferenz. Der Mitarbeiter sei von jemandem aus dem Lkw angesprochen worden, der um Wasser gebeten habe. "Er brachte Wasser, rief die Polizei, und wir kamen an und fanden acht Tote hinten im Sattelschlepper", sagte der Polizeichef.

Er sprach von einer "entsetzlichen Tragödie". Es sei davon auszugehen, "dass wir es mit einem Fall von Schlepperkriminalität zu tun haben", sagte McManus. Ihm zufolge waren 38 Menschen in dem Lastwagen.

Analogie zu Tragödie auf A4
Feuerwehrchef Charles Hood sagte, die Klimaanlage im Lkw habe nicht funktioniert. "Wir haben angefangen, die Patienten aus dem hinteren Teil des Lkw herauszuziehen", sagte er. 20 von ihnen seien "in einem extrem kritischen oder sehr kritischen Zustand" gewesen und in Spitäler gebracht worden. "Wir können von Glück reden, dass wir nicht 38 Tote eingeschlossen in dem Lastwagen gefunden haben", sagte Hood. San Antonio liegt einige Autostunden von der Grenze zum mexikanischen Bundesstaat Nuevo Leon entfernt. Das Wetter in der Gegend war zuletzt heiß und trocken. Auf Bildern von Überwachungskameras war nach Angaben des Polizeichefs zu sehen, dass mehrere Fahrzeuge auf dem Parkplatz eintrafen, um einige Insassen des Lastwagens abzuholen. Unklar war zunächst, wie viele Menschen sich insgesamt ursprünglich in dem Lkw befanden. Auch sei noch unklar, wie viele es lebend herausgeschafft hätten, sagte McManus. Der Fahrer des Lkw wurde festgenommen. Die US-Einwanderungs- und Grenzbehörden wurden über den Fall informiert.

Im August 2015 waren auf der A4 bei Parndorf im Burgenland in einem in einer Pannenbucht abgestellten Kühl-Lkw 71 Leichen gefunden worden. Die geschleppten Flüchtlinge waren in dem luftdicht abgeschlossenen Laderaum am Vortag auf ungarischem Staatsgebiet erstickt.




Schlagwörter

Flüchtlinge, Tragödie, Texas, Tote

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-07-24 18:06:02
Letzte ─nderung am 2017-07-24 18:13:44



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