• vom 07.10.2017, 09:55 Uhr

Weltchronik

Update: 07.10.2017, 10:00 Uhr

Naturkatastrophen

Tropensturm "Nate" nimmt Kurs auf die USA




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Von WZ Online, APA, AFP, dpa

  • Fast 30 Menschen kamen in Zentralamerika ums Leben.

In Costa Rica war der Verkehr wegen des Sturms "Nate" lahmgelegt. - © APAweb / REUTERS/Juan Carlos Ulate

In Costa Rica war der Verkehr wegen des Sturms "Nate" lahmgelegt. © APAweb / REUTERS/Juan Carlos Ulate

Mexiko-Stadt. Der Tropensturm "Nate", durch den in Zentralamerika fast 30 Menschen ums Leben gekommen sind, nimmt Kurs auf die USA: Der Sturm befand sich am Samstag (Ortszeit) östlich von Mexiko etwa 125 Kilometer von der mexikanischen Touristeninsel Cozumel entfernt, wie der mexikanische Wetterdienst mitteilte.

Der Sturm mit seinen Böen von bis zu 120 Stundenkilometern soll nun den Golf von Mexiko queren und am späten Samstagabend oder Sonntagfrüh als Hurrikan der Kategorie 1 in den USA auf Land treffen. Nach Angaben der "Washington Post" sollen "Nates" Folgen an der Golfküste etwa in der Größenordnung von "Isaac" liegen, einem Kategorie-eins-Hurrikan von 2012.

Die Behörden von New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana verhängten eine Ausgangssperre ab Samstagabend (0.00 Uhr MESZ). Wegen Überschwemmungsgefahr sollte es auch Evakuierungen geben. Fernsehbilder zeigten Menschen, die Sandsäcke füllen.

1,5 Meter hohe Wellen erwartet

New Orleans, das in "Nates" Korridor liegt, hat mit Stürmen besonders schwerwiegende Erfahrungen gemacht. 2005 wurde es von Hurrikan "Katrina" 2005 getroffen. "Nate" ist aber viel schwächer. Die zu erwartenden Wellen infolge des Sturms sollen etwa 1,5 Meter hoch sein. Bei "Katrina" waren sie vier Mal so hoch.

Auch in anderen US-Küstenstädten war Hurrikan-Alarm. Das US-Hurrikanzentrum NHC sprach von einer "potenziell lebensbedrohlichen" Sturmflut. Anders als der Hurrikan "Harvey", der im August Texas verwüstete, soll "Nate" nach dem Auftreffen auf Land aber an Kraft verlieren und danach wieder auf den Atlantik hinausziehen.

In Mittelamerika hat "Nate" bereits schwere Schäden angerichtet. Die Zahl der Todesopfer dort stieg auf 28. Am stärksten betroffen waren Nicaragua mit 13 Todesopfern und Costa Rica mit zehn. Zahlreiche Menschen wurden noch vermisst; viele Orte blieben von der Außenwelt abgeschnitten, weil Brücken eingestürzt oder Straßen überflutet waren. Weiterhin besteht etwa in Honduras Überschwemmungsgefahr wegen heftiger Regenfälle.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-10-07 09:56:59
Letzte ─nderung am 2017-10-07 10:00:47



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