• vom 14.11.2017, 17:13 Uhr

Weltchronik


Erdbeben

Iran stellt Rettungseinsätze im Erdbebengebiet ein




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  • Beim Erdbeben in den Kurdengebieten sind mindestens 530 Menschen getötet und 8000 verletzt worden. Präsident sichert rasche Hilfe zu.


© apa/afp/Atta Kenare © apa/afp/Atta Kenare

Ankara. Nach dem Erdbeben mit mehr als 500 Toten hat der Iran die Rettungseinsätze im Zentrum des Katastrophengebiets eingestellt. Die Wahrscheinlichkeit, noch Überlebende zu finden, sei sehr gering, meldete das iranische Staatsfernsehen am Dienstag. Präsident Hassan Rohani versprach bei einem Besuch der besonders hart betroffenen Provinz Kermanscha rasche Hilfe für die Betroffenen. "Heute stehen alle Iraner hinter Kermanscha, und wir werden alles tun, damit die Menschen hier diese Tragödie schneller vergessen können", so Rohani nach seiner Ankunft im Katastrophengebiet in der Grenzregion zwischen Iran und Irak.

Behördenvertretern zufolge wurden Lebensmittel, Trinkwasser und Notunterkünfte dringend benötigt. Tausende Menschen harrten nach staatlichen Angaben in Behelfsbehausungen oder aus Angst vor weiteren Nachbeben im Freien aus - bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt.


Mindestens 530 Menschen kamen bei dem schwersten Beben seit mehr als einem Jahrzehnt ums Leben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Irna meldete. Mehr als 8000 seien verletzt worden. Viele Überlebende wurden obdachlos, nachdem bei dem Erdstoß der Stärke 7,3 am Sonntag etwa 30.000 Häuser beschädigt oder völlig zerstört wurden. Dem iranischen Roten Halbmond zufolge wurden zahlreiche Zelte aufgebaut. Doch Stromausfälle, Wassermangel und verschüttete Straßen erschwerten die Hilfsbemühungen. "Wir brauchen Hilfe. Wir brauchen alles. Die Behörden sollten schneller helfen", sagte eine Anwohnerin der Stadt Sarpo-e Sahab, die besonders stark betroffen war.

Nach dem schweren Beben hat die iranische Regierung den Dienstag zum staatlichen Trauertag erklärt. Das Kabinett drückte in einer Stellungnahme am Montag sein Mitgefühl für die Opfer und ihre Angehörigen.

Laut Außenminister Mohamed Dschawad Sarif will der Iran vorerst auf internationale Hilfe verzichten. "Wir bedanken uns für die internationale Anteilnahme und Hilfsangebote, aber wir haben es vorläufig im Griff", schrieb er auf Twitter. Er werde sich bei Bedarf an seine Kollegen wenden. Neben einigen arabischen Staaten hatte die internationale Gemeinschaft, auch Irans Erzfeinde USA und Israel, dem iranischen Volk ihr Beileid ausgesprochen.




Schlagwörter

Erdbeben, Iran, Rettungseinsätze

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Dokument erstellt am 2017-11-14 17:17:06



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