• vom 27.02.2004, 00:00 Uhr

Weltpolitik

Update: 29.03.2005, 10:11 Uhr

Italien: Prodis Belaster im Telekom-Serbia-Skandal verhaftet

Ende einer "Schmiergeldaffäre"




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Der skandalumwitterte italienische Geschäftsmann Antonio Volpe, der in den vergangenen Monaten EU-Kommissionspräsident Romano Prodi in der "Telekom-Serbia"-Affäre belastet hatte, ist am Donnerstag wegen Verleumdung verhaftet worden. Volpe und der zwielichtige Geschäftsmann Igor Marini, der seit Juli wegen Geldwäsche und Betrug in Haft ist, haben Prodi, den Parteivorsitzenden der oppositionellen Linksdemokraten, Piero Fassino, und Ex-Regierungschef Lamberto Dini beschuldigt, beim Kauf eines 30-prozentigen Aktienpakets der Telekom Serbia durch die Telecom Italia im Jahre 1997 Schmiergelder kassiert zu haben. Die hätten laut Marini 225 Mill. Dollar (182 Mill. Euro) eingestrichen. 100 Mill. Dollar für den damaligen Ministerpräsidenten Prodi und 50 Mill. Dollar für Fassino seien auf Tiroler Bankkonten gelandet, hatte Marini berichtet.

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"Jetzt erwarte ich mir Entschuldigungen", reagierte Prodi auf Volpes Festnahme. In den vergangenen Monaten hatte er stets jegliche Verwicklung in die Telekom Serbia-Affäre bestritten. Politische Beobachter hatten eine Verleumdungskampagne politischer Rivalen Prodis hinter den Schmiergeldvorwürfen vermutet.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2004-02-27 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-03-29 10:11:00



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