• vom 08.08.2012, 12:11 Uhr

Weltpolitik

Update: 08.08.2012, 12:44 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Verfassungsentwurf sieht nur "Komplimentarität" vor

Tunesische Frauen bestehen auf Gleichberechtigung



Tunis. Tunesische Frauen- und Menschenrechtsvereinigungen laufen Sturm gegen islamistische Versuche, die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der künftigen Verfassung des Landes zu relativieren. Die tunesische Sektion von Amnesty International protestiert insbesondere gegen einen Artikel des Verfassungsentwurfs, der das Prinzip der "Komplimentarität" der Frau enthält, die als "Assoziierte" des Mannes "an der Entwicklung des Vaterlandes mitzuwirken" habe.

Der kritisierte Artikel wurde von den Abgeordneten der islamistischen Mehrheitspartei Ennahda in der Kommission für Rechte und Freiheiten der Verfassunggebenden Nationalversammlung formuliert. Ennahda, die mit 89 der 217 Sitze stärkste Partei in der Versammlung, bildet gemeinsam mit dem linken "Kongress für die Republik" (CPR) von Staatspräsident Moncef Marzouki und der ebenfalls linken Ettakatol-Partei die Regierung. Zuletzt hatten die Islamisten einen Gesetzentwurf eingebracht, um Gotteslästerung unter Strafe zu stellen. Die säkulare Opposition äußerte scharfe Kritik an dem Vorhaben.

Die gesetzliche Gleichberechtigung der Frau und das Verbot der Polygamie bestehen in Tunesien seit 1956.

Einer der Gründer der Ennahda, Abdelfattah Mourou, wurde am Montag nach Angaben seines Sohnes in Kairouan von Angreifern verletzt. Mourou hatte sich in den 1990er Jahren von der Islamisten-Partei getrennt. Am Montag kam es in einer Moschee von Beja im Nordosten des Landes zu Schlägereien zwischen Anhängern verfeindeter salafistischer Gruppierungen. Die Salafisten gliedern sich in Pietisten und Jihadisten.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-08 12:11:52
Letzte Änderung am 2012-08-08 12:44:23


Beliebte Inhalte



Barack Obama will Guantanamo schließen. - APAweb/REUTERS/Larry Downing
  • Noch immer 166 Menschen in Gefangenenlager auf Kuba inhaftiert
  • weiter

In Syrien gefallener Hisbollah- Kämpfer wird im Libanon zu Grabe getragen. - reuters
  • Aufhebung des Waffen-Embargos für Syrien: EU streitet, Faymann droht.
  • weiter

  • Rafsanjani: Führungsriege ist "inkompetent und ignorant".
  • weiter

Trümmerfeld in Al-Qusayr – die Stadt hat das Pech, strategisch wichtig zu sein. - APAweb / AP / Qusair Lens
  • Deutscher Geheimdienst sieht Assad-Truppen auf der Siegerstraße.
  • weiter

PKK-Mitglieder sammeln Unterschriften für die Freilassung Öcalans am Fuße der Zitadelle in Erbil. - sven
  • Syrien-Konflikt beflügelt Frieden zwischen Kurden und Türken.
  • weiter

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan will ein härteres Vorgehen gegen Syrien. - APAweb / Reuters, Umit Bektas
  • USA setzen auf politische Lösung.
  • weiter

Trümmerfeld in Al-Qusayr – die Stadt hat das Pech, strategisch wichtig zu sein. - APAweb / AP / Qusair Lens
  • Deutscher Geheimdienst sieht Assad-Truppen auf der Siegerstraße.
  • weiter

PKK-Mitglieder sammeln Unterschriften für die Freilassung Öcalans am Fuße der Zitadelle in Erbil. - sven
  • Syrien-Konflikt beflügelt Frieden zwischen Kurden und Türken.
  • weiter

  • Irans Ex-Präsident Rafsanjani liegt in Umfragen vorne.
  • weiter

Ein Tonado nahe South Haven, im US-Bundesstaat  Kansas am 19. Mai 2013. - REUTERSweb / Gene Blevins
  • Knapp 30 Wirbelstürme registriert.
  • weiter




Werbung



Umfrage

Werbung


Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt.

Nach 28 Jahren stießen Biologen auf eine unbekannte Affenart in Afrika: die Lesula-Affen. Sie leben versteckt in der Lomami-Region in der Dem. Rep. Kongo und wurden nun von der Universität von Arizona für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Werbung