• vom 12.08.2012, 12:38 Uhr

Weltpolitik

Update: 12.08.2012, 12:45 Uhr
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Armee will bedrohte Bewohner mit Kurznachrichten warnen

SMS-Warnsystem bei Raketenangriffen auf Israel



  • Mögliche Vorbereitungsmaßnahmen für Krieg gegen Iran?

Israels Bevölkerung soll bald per SMS vor drohenden Raketenangriffen gewarnt werden. - bilderbox.at

Israels Bevölkerung soll bald per SMS vor drohenden Raketenangriffen gewarnt werden. bilderbox.at

Die israelische Armee will die Zivilbevölkerung künftig per Kurznachrichten auf Handys vor drohenden Raketenangriffen warnen. Sie startete am Sonntag nach eigenen Angaben einen mehrtägigen landesweiten Test eines entsprechenden neuen Systems. So sollten zu Beginn des bis Donnerstag laufenden Tests etwa Einwohner der Städte Jerusalem, Tel Aviv und Haifa SMS-Nachrichten in hebräischer, arabischer, englischer und russischer Sprache mit einer Testbotschaft erhalten.

  Laut Medienberichten wird das System zum jetzigen Zeitpunkt eingerichtet, um vor Gegenattacken nach einem möglichen Angriff Israels auf iranische Atomanlagen zu warnen. Befürchtet wird demnach Raketenbeschuss durch den Iran oder durch die radikalislamische Hisbollah-Miliz im Libanon.

Israel für Krieg nicht bereit
  Die Tageszeitung "Yediot Ahronot" kritisierte, dass Israel für einen Krieg "nicht bereit" sei und etwa die Hälfte der Einwohner des Landes beispielsweise nicht über Atemschutzmasken verfügten. Auch würden begonnene Sicherungsmaßnahmen an Israels Krankenhäusern noch rund drei Jahre dauern.

  Die USA und andere westliche Staaten beschuldigen den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms heimlich Atomwaffen zu entwickeln. Mit immer schärferen Sanktionen versucht der Westen, Teheran zum Verzicht auf seine Urananreicherung zu zwingen. Der Iran weist die Anschuldigungen zurück und besteht auf seinem Recht zur friedlichen Nutzung der Atomenergie. Israel, das sich von dem Atomprogramm besonders bedroht fühlt, droht immer wieder mit einem militärischen Angriff gegen die iranischen Atomanlagen




Schlagwörter

Iran, Israel, Nahost-Konflikt

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-12 12:40:22
Letzte Änderung am 2012-08-12 12:45:10


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