
Des Moines. Im Rennen um das Weiße Haus gehörten die Schlagzeilen vergangene Woche den Republikanern, die Mitt Romney am Dienstag offiziell zu ihrem Kandidaten machten. Nun will sich Amtsinhaber Barack Obama den Wählern in Erinnerung rufen: Bis er nächste Woche in Charlotte als demokratischer Präsidentschaftskandidat nominiert wird, startet der US-Oräsident eine Imagetour durch Bundesstaaten, die die Wahl entscheiden könnten: die Swing-States.
"Auf dem Weg nach Charlotte wird der Präsident fortfahren, dem Mittelstand klarzumachen, was bei dieser Wahl auf dem Spiel steht", verlautet aus dem Umfeld der Obama-Kampagne. Tatsächlich steht aber auch für den Amtsinhaber einiges auf dem Spiel. Laut jüngsten Umfragen ist der als Außenseiter ins Rennen gestartete Republikaner Mitt Romney mittlerweile gleichauf mit dem demokratischen Präsidenten. Etwas, das lange als unwahrscheinlich gegolten hat, nimmt nun auch im demokratischen Lager Gestalt an: die Sorge, dass Obama tatsächlich gegen den blassen Romney verlieren könnte.
Um das zu verhindern, nimmt sich der US-Präsident in den folgenden Tagen mehrerer "swing states" an, jenen Staaten, deren Wahlverhalten die gesamten Präsidentschaftswahlen entscheiden dürften. Auf dem Programm stehen ebenso Besuche auf Farmen in Iowa wie Veranstaltungen in Universitäten und Colleges in Colorado sowie Events in Virginia. Am Montag wird Obama schließlich Louisiana besuchen, das kürzlich vom Hurrikan "Isaac" heimgesucht wurde.
Die Marschroute bei allen Etappen ist dabei klar: Romney aus den Schlagzeilen zu verdrängen und wieder ins Rampenlicht zu rücken.