New York. Die diesjährige UNO- Generalversammlung soll im Zeichen der Krisen im Nahen Osten stehen, ließ der neu ernannte Präsident der Versammlung, Vuk Jeremic, am Dienstag verlautbaren. Demnach gehören der Bürgerkrieg in Syrien, der Atomstreit mit dem Iran, die jüngsten Angriffe auf ausländische Botschaften in der islamischen Welt sowie der Nahost-Friedensprozess zu den Hauptthemen der Generalversammlung, die am 25. September beginnen und bis 1. Oktober andauern wird.
Die schwierigen Beziehungen zwischen Serbien und dem Kosovo sollen ebenfalls Thema der Sitzungen sein; auch, weil der ehemalige serbische Außenminister Jeremic im Rahmen der Eröffnungsfeiern zum neuen Vorsitzenden für ein Jahr gewählt worden ist. Wie verfahren die Situation zwischen Serbien und dem Kosovo ist, zeigte eine Aussage Jeremics, der eine Aufnahme des Kosovo in die UNO während seiner Amtszeit mit den Worten "nur über meine Leiche" ausgeschlossen hatte.
Heinz Fischer und Michael Spindelegger im Einsatz
Für Österreich nehmen Bundespräsident Heinz Fischer und Außenminister Michael Spindelegger an der Vollversammlung teil. Beide Politiker werden zudem mehreren bilateralen Treffen beiwohnen. So wird Fischer unter anderem mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas zusammentreffen.
Bei der jährlichen Generaldebatte kommen die Staats- und Regierungschefs sowie Minister der Mitgliedsstaaten zu Wort. Österreichs Rede vor der Vollversammlung wird Außenminister Spindelegger halten.
Die Vollversammlung, in der alle 193 Mitgliedsstaaten vertreten sind, ist das höchste Organ der UNO, kann aber im Gegensatz zum Sicherheitsrat keine Sanktionen verhängen.