Abuja/Wien.

Bereits mehr als 1000 Opfer
Der Bundesstaat Adamawa war zuletzt immer wieder Ziel von Gewaltakten, die auf das Konto von Boko Haram gehen sollen. Die militante Gruppe lehnt den westlichen Lebensstil - etwa den Ausschank von Alkohol - generell ab. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Angriffen auf christliche Kirchen oder Bars, insgesamt sind dabei seit dem Jahr 2009 mehr als 1000 Menschen getötet worden.
Die nigerianischen Behörden verweisen allerdings auch auf eine andere Spur. An der Universität hätte zuletzt die Wahl der Studentenvertretung stattgefunden. Der Sprecher der Katastropheneinsatz-Koordination meint gegenüber dem TV-Sender Al-Jazeera, dass es sich bei einem der Opfer um einen Kandidaten der Wahl handle. Es sei nicht auszuschließen, dass es sich um einen Streit zwischen verfeindeten Studenten-Fraktionen gehandelt habe. Gesicherte Informationen aus Adamawa zu erhalten, ist schwierig. Mobiltelefone funktionieren nicht, seit die Extremisten alle Handymasten zerstört haben. Boko Haram selbst hat sich noch nicht geäußert.