• vom 03.10.2012, 10:07 Uhr

Weltpolitik

Update: 17.10.2012, 15:45 Uhr
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US-Wahl: Spannung vor erstem TV-Duell zwischen Obama und Romney

Schlagabtausch vor Millionenpublikum



  • Romney rudert in Sachen Einwanderungspolitik zurück.

Im Madame Tussauds in Washington stehen sich die Tonköpfe der US-Präsidentschäftskandidaten Mitt Romney und Barack Obama gegenüber. Ein reales Aufeinandertreffen bringt das erste TV-Duell. - APAweb/Reuters/Madame Tussauds/Handout

Im Madame Tussauds in Washington stehen sich die Tonköpfe der US-Präsidentschäftskandidaten Mitt Romney und Barack Obama gegenüber. Ein reales Aufeinandertreffen bringt das erste TV-Duell. APAweb/Reuters/Madame Tussauds/Handout

Denver. Einen Monat vor der US-Präsidentenwahl treten Amtsinhaber Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney in der Nacht zum Donnerstag zum ersten von drei Fernsehduellen an. Thema der eineinhalbstündigen Diskussion in Denver (03.00 Uhr MESZ) ist die Innenpolitik. 50 Millionen TV-Zuschauer werden erwartet. Der Republikaner Romney hinkt in Umfragen leicht hinterher und steht deswegen unter Zugzwang. Beide Kandidaten werden wohl vor allem versuchen, Fehler zu vermeiden.

Die beiden Politiker stehen sich erneut am 16. Oktober im Bundesstaat New York und am 22. Oktober in Florida gegenüber. Zudem ist ein TV-Duell zwischen Vizepräsident Joe Biden und seinem Herausforderer Paul Ryan am 11. Oktober in Kentucky geplant.

Romney weicht Haltung in Einwanderungspolitik weiter auf
Indes hat Romney seine Haltung in der Einwanderungspolitik weiter aufgeweicht. Romney sagte der Zeitung "Denver Post", er würde im Fall eines Wahlsieges einen von Obama angeordneten Abschiebestopp für junge Einwanderer ohne gültige Dokumente aufrechterhalten. Er werde den Menschen, die unter der neuen Regelung eine auf zwei Jahre befristete Aufenthaltserlaubnis bekommen hätten, ihre Visa nicht wegnehmen.

Der im Juni von Obama angeordnete Abschiebestopp gilt für illegale Einwanderer, die jünger als 30 Jahre sind und als Kinder und Jugendliche in die USA gekommen waren. Voraussetzung ist, dass sie nicht straffällig geworden sind und eine Schulausbildung abgeschlossen oder Militärdienst geleistet haben. Mit dem Dekret hatte Obama auf eigene Faust Teile eines von seinen Demokraten eingebrachten Einwanderungsgesetzes in Kraft gesetzt, das am Widerstand der Republikaner im Kongress gescheitert war.

Romney hatte während der republikanischen Vorwahlen noch erklärt, als Präsident das Einwanderungsgesetz der Demokraten notfalls per Veto zu stoppen. Auch von der Forderung nach einer "Selbstdeportation", mit der illegale Einwanderer zur Ausreise gedrängt werden sollen, rückte er mittlerweile ab. Im Juni machte der Obama-Herausforderer vor Wählern mit lateinamerikanischen Wurzeln deutlich, eine langfristige Lösung finden zu wollen, die bestimmten Einwanderern ohne gültige Papiere einen Weg zur US-Staatsbürgerschaft aufzeige. Einzelheiten blieb er aber schuldig.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-03 10:08:22
Letzte Änderung am 2012-10-17 15:45:50


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