• vom 04.10.2012, 04:31 Uhr

Weltpolitik

Update: 29.10.2012, 15:42 Uhr
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Schlagabtausch um die Themen Wirtschaft, Steuern, Gesundheit

Romney punktet im TV-Duell gegen Obama


Von Franz Zauner

  • Der republikanische Herausforderer schlug sich besser als erwartet.

Offensichtlich machen TV-Debatten Spaß: Obama und Romney klopften sich auch auf die Schultern.

Offensichtlich machen TV-Debatten Spaß: Obama und Romney klopften sich auch auf die Schultern.APAweb / Reuters / Jim Bourg Offensichtlich machen TV-Debatten Spaß: Obama und Romney klopften sich auch auf die Schultern.APAweb / Reuters / Jim Bourg

Denver. Die Marketingschlacht begann schon lange, bevor das Licht im Studio anging. In einer dick aufgetragenen Mail mobilisierte US-Präsident Barack Obama seine Fans auch für das TV-Duell: "Ich bin so stolz, euch in der TV-Debatte präsentieren zu dürfen." Und bat um eine kleine Wahlkampfspende.

Information

Email vom US-Präsidenten nach dem TV-Duell

I hope I made you proud out there explaining the vision we share for this country.

Now we need to go win this election -- the most important thing that will happen tonight is what you do (or don't do) to help in the little time we have left:

https://donate.barackobama.com/Tonight

Thank you,

Barack

Obama und sein republikanischer Gegenkandidat Mitt Romney lieferten sich bei der ersten TV-Debatte der Präsidentenwahl am Mittwochabend (Ortszeit) in Denver das angekündigte Duell zu brennenden Themen wie die schwächelnde Konjunktur, die Arbeitslosigkeit, die hohe Staatsverschuldung. Herausforderer Romney geht von Anfang an in die Offensive, Obama macht in den Augen der Analysten keine überzeugende Figur.

Seine Regierung habe in den vergangenen vier Jahren fünf Millionen neuer Jobs im Privatsektor geschaffen, verteidigte Obama zum Auftakt der Debatte die Bilanz seiner Amtszeit. Auch die Automobilindustrie habe ihre schwere Krise hinter sich. Dies sei aber noch nicht genug. "Wir haben noch viel zu tun", sagte Obama.

Steuersenkungen für Besserverdiener

Romney würde die Abgaben für Gutverdiener senken und das Budget mit insgesamt acht Billionen US-Dollar an Steuersenkungen und zusätzlichen Militärausgaben belasten, kritisierte Obama.

Der Ex-Gouverneur von Massachusetts verteidigte sich und betonte, er wolle zwar die Steuern senken, aber Freibeträge und andere Absetzposten abschaffen. "Ich plane keine Steuersenkungen, die zum Defizit beitragen", erklärte der Republikaner. Auch wolle er die Steuern für Gutverdiener nicht senken. Und ging sogleich in die Gegenoffensive, indem er Obama die Arbeitslosenquote von 8,1 Prozent vorhielt. Der Präsident habe die US-Wirtschaft auf einen "erfolglosen Pfad" geführt. Romney gelobte, "Amerika wieder zum Laufen" zu bringen.

Obama wieder fand es verdächtig, dass sich der Republikaner von seinen Steuersenkungs-Ideen distanzierte: "Fünf Wochen vor der Wahl sagt er, seine große mutige Idee sei egal", meinte der Präsident. Er wünsche sich statt Steuersenkungen Investitionen im Bildungswesen und der Forschung. "Ich will 100.000 neue Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften anstellen", sagte der Demokrat. Und er wolle keine Reichen wie den republikanischen Investor Donald Trump unterstützen. Obama trat für höhere Steuern bei Einkommen über 200.000 US-Dollar ein.




Schlagwörter

TV-Debatte, Wahlkampf, USA

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-04 04:46:06
Letzte Änderung am 2012-10-29 15:42:03


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