• vom 22.10.2012, 07:09 Uhr

Weltpolitik

Update: 22.10.2012, 07:13 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Seit mehreren Monaten nicht mehr in der Öffentlichkeit

Fidel Castro neben venezolanischem Politiker in der Öffentlichkeit



  • Ex-Vizepräsident Jaua: Kubanischem Revolutionsführer geht es "sehr gut".

Auch nahm Fidel Castro am Sonntag an den Kommunalwahlen teil. Er schickte seinen Wahlzettel per Boten an sein Wahllokal in Havanna, wie die Webseite der Regierung Cubadebate am Abend berichtete.

Auch nahm Fidel Castro am Sonntag an den Kommunalwahlen teil. Er schickte seinen Wahlzettel per Boten an sein Wahllokal in Havanna, wie die Webseite der Regierung Cubadebate am Abend berichtete.APAweb/REUTERS/Enrique De La Osa Auch nahm Fidel Castro am Sonntag an den Kommunalwahlen teil. Er schickte seinen Wahlzettel per Boten an sein Wahllokal in Havanna, wie die Webseite der Regierung Cubadebate am Abend berichtete.APAweb/REUTERS/Enrique De La Osa

Havanna/Caracas. Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro ist mit einem venezolanischen Politiker in Havanna zusammengetroffen und damit Spekulationen über seinen angeblich sehr schlechten Gesundheitszustand entgegen getreten. Venezuelas früherer Vizepräsident Elias Jaua sagte am Sonntag, Castro gehe es "sehr gut". Er habe sich am Samstag fünf Stunden lang mit Castro über Landwirtschaft, Geschichte und internationale Politik unterhalten. Dieser sei bei "ganz klarem Verstand".

Werbung

  Jaua erzählte, nach dem Treffen habe Castro ihn zu seinem Hotel gebracht. Dort habe er mit einem Sombrero als Kopfbedeckung gemeinsam mit Hotelangestellten für Fotos posiert. Der Direktor des Hotel Nacional, Antonio Martinez, sagte, Castros Frau Dalia Soto del Valle habe ihren Mann begleitet. Jaua zeigte den Journalisten unter anderem Fotografien, auf denen ein lächelnder Castro mit seiner Frau und dem Hoteldirektor in einem Fahrzeug zu sehen ist. Fernsehaufnahmen waren von dem Treffen zunächst nicht im Umlauf.

 
Mehrere Monate nicht mehr in der Öffentlichkeit
Jaua tritt Mitte Dezember bei der Wahl zum Gouverneur des Bundesstaats Miranda als Kandidat der sozialistischen Regierungspartei von Präsident Hugo Chavez an. Der derzeitige Amtsinhaber ist der konservative Henrique Capriles, der Chavez bei der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober unterlag. Am 10. Oktober trat der bisherige venezolanische Außenminister Nicolas Maduro Jauas Nachfolge als Vizepräsident an.

  Zuletzt war Castro vor mehreren Monaten in der Öffentlichkeit gesehen worden. Ende März traf er in Havanna mit Papst Benedikt XVI. zusammen und Anfang April mit der chilenischen Studentenführerin Camila Vallejo. Seit Juni war auch keine seiner regelmäßig veröffentlichten "Reflexiones" (Betrachtungen) mehr erschienen. Angesichts von Gerüchten über den Tod des 86-Jährigen hatte sein Sohn, der Fotograf Alex Castro Soto del Valle erklärt, sein Vater sei wohlauf, gehe seinen täglichen Aktivitäten nach, treibe Sport, lese und halte sich in Form.


Seit 2008 regiert der Bruder
Auch nahm Fidel Castro am Sonntag an den Kommunalwahlen teil. Er schickte seinen Wahlzettel per Boten an sein Wahllokal in Havanna, wie die Webseite der Regierung Cubadebate am Abend berichtete. Bereits in den vergangenen Jahren seit seiner Erkrankung hatte sich Castro stets für die Briefwahl entschieden. Castro, der fast ein halbes Jahrhundert an der Spitze des karibischen Inselstaats gestanden war, hatte die Macht 2006 aus gesundheitlichen Gründen an seinen jüngeren Bruder Raul abgegeben.

  In den vergangenen Tagen waren wieder einmal Gerüchte über den Gesundheitszustand Fidel Castros im Umlauf gewesen. Vor allem im sozialen Netzwerk Twitter sorgten Interview-Äußerungen des venezolanischen Arztes Jose Rafael Marquina für Gesprächsstoff. Der aus Venezuela emigrierte Mediziner hatte am Donnerstag der Zeitung "ABC" in Spanien gesagt, Fidel Castro habe eine "massive Embolie" in einer Arterie der rechten Gehirnhälfte erlitten. Staatliche Medien in Venezuela bezeichneten den Mediziner als "Scharlatan". Er habe auch falsche Prognosen über den Gesundheitszustand von Präsident Chavez gemacht.




Schlagwörter

Fidel Castro, Kuba

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-22 07:11:50
Letzte Änderung am 2012-10-22 07:13:48


Beliebte Inhalte



Rede vor symbolträchtiger Kulisse: Barack Obama am Brandenburger Tor. - epa
  • Moskau reagiert kühl auf den Vorstoß Obamas, Atomwaffen zu beschränken.
  • weiter

Die Proteste gehen in Brasilien weiter. Auch in Niteroi gehen die Menschen auf die Straße. - APAweb / AP, Silvia Izquierdo

Taliban Muhamed Naim bei der Büroeröffnung in Doha. - ap
  • US-Regierung bezeichnet Meldungen über Treffen mit Taliban als "ungenau".
  • weiter

Sandstürme gehören in Zaatari zum Alltag. Doch alles ist besser als der Bürgerkrieg in Syrien. - reuters
  • Mit 120.000 syrischen Flüchtlingen ist das in Jordanien gelegene Lager Zaatari das zweitgrößte Camp der Welt.
  • weiter

Ein Demonstrant schwingt die brasilianische Fahne während eines Protests in Sao Paulo, Brasilien. - APAweb / AP / Nelson Antoine
  • Rund 200.000 Menschen taten Ärger über Regierung kund.
  • weiter

Die US-Geheimdienste lesen mit. - © Andrea Danti - Fotolia.com
  • Unter Barack Obama wurde das Programm noch ausgeweitet.
  • weiter

In Hongkong versteckt: Ex-NSA-Mann Snowden. - ap
  • Held oder Verräter: Heftige Reaktionen auf Enthüllungen.
  • weiter

Ein Bub kämpft auf der Seite der Free Syrian Army. - reuters
  • Die UNO berichtet von Kindersoldaten, Exekutionen und warnt vor Massakern.
  • weiter

Die Überwachung des Internets durch den US-Geheimdienst hat bei Politikern kaum für Empörung gesorgt. Die Maßnahmen werden als notwendig im Kampf gegen den Terrorismus erachtet. - APAweb / EPA, Jim Lo Scalzo
  • In Deutschland will sich Innenausschuss des Bundestages damit befassen.
  • weiter

Stets siegessicher - Ahmadinejad konnte sich anfänglich als Anwalt der Armen profilieren. - ap
  • Hohe Inflation, hohe Arbeitslosigkeit, hohe Selbstmordrate - der Iran heute.
  • weiter




Werbung



Umfrage

Werbung


Schwere Unwetterschäden nach einem Murenabgang im Ortskern von Hallstatt aufgenommen am Mittwoch, 19. Juni 2013. Nach einem heftigen Unwetter ist der Mühlbach über die Ufer getreten wobei eine Mure den Ortskern von Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut beschädigt hat.

Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk. Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt.

20. 6. 2013: Golf ist ein eindeutig ein Sport, wie Maximilian Kieffer beim BMW International in München mit diesem konzentrierten Späh-Liegestütz beweist. Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück.

Werbung