• vom 03.03.2013, 15:57 Uhr

Weltpolitik

Update: 03.03.2013, 17:29 Uhr

Mokhtar Belmokhtar

Das Ende des "Einäugigen"




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Mit Mokhtar Belmokhtar wurde der Kopf der Algerien-Geiselnahme getötet.

Belmokhtar starb beim Angriff auf ein Terrorcamp.

Belmokhtar starb beim Angriff auf ein Terrorcamp.© reuters Belmokhtar starb beim Angriff auf ein Terrorcamp.© reuters

Algier/Bamako. Die Liste der Verbrechen, die Mokhtar Belmokhtar zur Last gelegt werden, ist lang. Allein die algerische Justiz hat den berüchtigten Islamistenführer wegen der Entführung und Ermordung von Ausländern in Abwesenheit zwei Mal zum Tode verurteilt. Zuletzt hatte Belmokhtar, der den Beinamen "der Einäugige" trägt, von sich reden gemacht, als er erklärte, die blutige Geiselnahme mit 55 Toten auf dem algerischen Gasfeld In Amenas sei das Werk der von ihm gegründeten Gruppe "Die mit Blut unterzeichnen".

Werbung

In der Nacht auf Sonntag beendeten allerdings Soldaten des Tschad eine der spektakulärsten Terroristenkarrieren im Maghreb. Laut dem tschadischen Generalstab starb Belmokthar beim Angriff auf ein Islamistencamp im Norden Malis. Die Stellungen der Terroristen seien dabei völlig zerstört worden.

Belmokhtar, der sich bereits als junger Mann für die afghanischen Mujahedin und ihren Kampf gegen die sowjetische Armee begeistert hatte, war bis vor kurzem einer der ranghöchsten Führer der Terrororganisation Al-Kaida im islamistischen Maghreb (AQMI) gewesen. Im Oktober 2012 wurde er aber von Abdelmalek Droukdel, dem Emir der AQMI, , abgesetzt, weil er "vom rechten Weg" abgekommen sei. Kurz darauf gab Belmokhtar die Gründung einer eigenen Gruppe mit dem Namen "Die mit Blut unterzeichnen" bekannt. Den Anschlag auf das In-Amenas-Gasfeld im Jänner, bei dem auch 37 ausländische Geiseln getötet wurden, bezeichnete Belmokhtar als Racheakt für den französischen Militäreinsatz gegen die Islamistengruppen in Nordmali.




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2013-03-03 16:02:04
Letzte Änderung am 2013-03-03 17:29:59


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Heftige Kämpfe nach gescheiterter Waffenruhe
  2. Uganda kippt Anti-Homosexuellen Gesetz
  3. Der Galgen wartet - Irans Justiz zeigt Härte
  4. Ebola-Epidemie in Westafrika außer Kontrolle
  5. Es wird enger
Meistkommentiert
  1. Monsanto mortale
  2. UN-Sicherheitsrat fordert bedingungslose Waffenruhe
  3. Geiersturzflug
  4. Kampf den Tunneln
  5. US-"Beweise" für russische Attacken auf Ukraine

Werbung




1.8.2014: Diese Männer haben Blumen für das bevorstehende japanische Qixi Festival gekauft - es ist die chinesische Version des Valentinstags.

"Perseus befreit Andromeda": Das Gemälde ist Teil einer für 2015 geplanten Ausstellung über Leben und Werk des Renaissance-Malers Piero di Cosimo in Washington und in den Uffizien in Florenz.    Zerstörte Fahrzeuge nach den Gasexplosionen in der zweitgrößten Stadt Taiwans.

Nach heftigen Regenfällen ist es in Salzburg und Niederösterreich zu Überflutungen gekommen. Im Bild ein Fußballfeld in Stuhlfelden, Salzburg. 1700 Polizisten belagerten diesen Eingang: Am Ende des Tages wurden 19 Hausbesetzer abgeführt. Der Hausbesitzer wollte jene Punks vertrieben haben, die er einst selbst geholt hatte, um die Altmieter in dem Haus in Wien-Leopoldstadt loszuwerden.

Werbung