• vom 23.04.2013, 20:55 Uhr

Weltpolitik


Syrien

Syrien - Debatten um Einsatz von Chemiewaffen




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    Damaskus/Jerusalem. Mit chemischen Waffen sollen die syrischen Streitkräfte gegen Aufständische vorgegangen sein, behauptet das israelische Militär. "Unserem Verständnis nach hat das Regime bei mehreren Vorfällen tödliche chemische Waffen verwendet - höchstwahrscheinlich Sarin-Gas", sagte Brigadegeneral Itai Brun nach Angaben des Armee-Radios bei einer Sicherheitskonferenz in Tel Aviv.

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    Auch die USA gehen Hinweisen nach, dass in dem Konflikt Chemiewaffen eingesetzt worden sein sollen. Regierung und Rebellen hatten sich wiederholt gegenseitig deren Einsatz vorgeworfen. US-Präsident Barack Obama hat den Einsatz solcher Waffen als "rote Linie" bezeichnet. Wie die USA darauf reagieren würden, sagte er aber nicht.

    US-Außenminister John Kerry ist jedenfalls beunruhigt. "Wir müssen weiter über die Rolle der Nato im Zusammenhang mit der Syrien-Krise nachdenken", sagte Kerry am Dienstag in Brüssel auf einem Treffen der Nato-Außenminister in Brüssel. Allerdings berichtete er von seinem Gespräch mit Netanyah: "Er war nicht in der Lage, das zu bestätigen", sagte Kerry. "Ich weiß noch nicht, was die Tatsachen sind."

    Sorge auch bei Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen: "Wir sind extrem besorgt über den Einsatz von Raketen und den möglichen Einsatz von Chemiewaffen." Die Lage in Syrien habe sich in den vergangenen Monaten "dramatisch" verschlechtert.

    Das Bündnis hat Patriot-Abwehrraketen in der Türkei stationiert, lehnt jedoch einen Militäreinsatz in Syrien grundsätzlich ab. Bei dem seit rund zwei Jahren andauernden Aufstand gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad sind UN-Schätzungen zufolge deutlich mehr als 70.000 Menschen getötet worden.




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
    Dokument erstellt am 2013-04-23 18:08:06
    Letzte Änderung am 2013-04-23 19:18:53


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