• vom 26.08.2013, 08:43 Uhr

Weltpolitik

Update: 26.08.2013, 10:24 Uhr

Prozess

Anklage fordert harte Strafe für Bo Xilai




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  • Politkrimi um ehemaligen Spitzenfunktionär im Endspurt
  • Verhandlung am fünften Prozesstag beendet.

Jinan. In ihrem Plädoyer am Montagmorgen forderte die Staatsanwaltschaft ein hartes Urteil für den gestürzten Spitzenfunktionär Bo Xilai. Die Anklage bezeichnete die ihm zur Last gelegten Verbrechen als "äußerst schwerwiegend". Es ist der fünfte Prozesstag. Laut den Mitschriften des Gerichts in der ostchinesischen Stadt Jinan würden "keine mildernden Umstände vorliegen, die eine Strafmilderung rechtfertigen".

Bo hatte in der Verhandlung nur Hohn und Spott für die Zeugenaussagen übrig und machte weitgehend seine Frau für unterschlagene Staatsgelder verantwortlich. Er bezeichnete sie während des Prozesses als verrückt.


Urteil zu einem "anderen Zeitpunkt"

Das Gericht im ostchinesischen Jinan hat die Verhandlung gegen den früheren Spiztenfunktionär Bo Xilai beendet. Ein Urteil werde zu einem "anderen Zeitpunkt" bekanntgegeben, teilte das Volksgericht am Montag mit. Es wird mit September gerechnet. Die Anklage wirft dem 64-Jährigen Korruption und Machtmissbrauch vor.

Weiters zitierte das Gericht die Anklage: "In den vergangenen Prozesstagen hat der Angeklagte Bo Xilai nicht nur die Vorwürfe und eine Vielzahl an überzeugenden Beweisen abgewiesen, sondern auch seine vor der Verhandlung getätigte Zeugenaussage zurückgezogen."

Bo Xilai droht eine lange Haftstrafe. Auch eine Todesstrafe wäre möglich. Dies sei laut Beobachtern allerdings unwahrscheinlich. Der Skandal um den einst mächtigen Politstar, der immer noch zahlreiche Anhänger hat, hält China seit einem Jahr in Atem. Die Parteiführung will nun einen Schlussstrich unter den Politkrimi ziehen.




Schlagwörter

Prozess, China, Bo Xilai, Korruption

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2013-08-26 08:47:10
Letzte nderung am 2013-08-26 10:24:10




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