• vom 11.07.2014, 07:17 Uhr

Weltpolitik

Update: 11.07.2014, 23:23 Uhr

Naher Osten

Weitere Eskalation im Nahen Osten




  • Artikel
  • Kommentare (4)
  • Lesenswert (3)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • 100 Tote im Gazastreifen.
  • Raketenhagel auf Israel.
  • Vermittlung Ägyptens scheitert.

In Ashdod traf eine palästinensische Rakete eine Tankstelle. - © APA / EPA - Abir Sultan

In Ashdod traf eine palästinensische Rakete eine Tankstelle. © APA / EPA - Abir Sultan

Tel Aviv. Die Zahl der Toten bei den israelischen Luftangriffen im Gazastreifen ist nach jüngsten palästinensischen Angaben auf 100 gestiegen. Auf der Gegenseite weiteten Milizen der Hamas ihren Raketenbeschuss auf Ziele in Israel aus. Am Freitagabend gab es Großraum Tel Aviv mehrere Explosionen.

Seit Beginn der israelischen Offensive seien 680 Palästinenser verletzt worden, teilte ein Sprecher der Rettungsdienste im Gazastreifen am Freitag mit. Es mehrten sich Berichte über zivile Opfer, darunter Frauen und Kinder.


Die israelische Luftwaffe fliegt seit Dienstag massive Einsätze gegen Ziele im Gazastreifen, um den Raketenbeschuss durch militante Palästinenser zu unterbinden. Mehr als 800 Tonnen Raketen und Bomben schlugen nach Armeeangaben in dem kleinen Palästinensergebiet am Mittelmeer ein. Parallel zur Ausweitung der Luftangriffe auf den Gazastreifen wurden drei Infanteriebrigaden an die Grenze verlegt - für eine mögliche Bodenoffensive. Israels  Die israelische Armee hat nach Angaben der Regierung in Jerusalem mehr als 1000 Ziele im Gazastreifen angegriffen. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagte, die Operation Schutzrand werde fortgesetzt, bis von Gaza aus keine Raketen mehr auf Israel abgeschossen würde.

Auf der anderen Seite intensivierten Milizen der Hamas den Raketenbeschuss auf Israel. Erstmals beschossen sie auch den internationalen Flughafen Ben Gurion. Drei Raketen seien über dem Großraum von Tel Aviv abgefangen worden, teilte die Armee am Freitag mit.

Auch in der Stadt Tel Aviv heulten die Sirenen. Über Lautsprecher wurden die Menschen aufgerufen, Schutzräume aufzusuchen. Es waren mehrere dumpfe Explosionen zu hören. In der Hafenstadt Ashdod wurde eine Tankstelle von einer palästinensischen Raketensalve  in Brand gesetzt

Die ägyptischen Behörden beschlagnahmten nach eigenen Angaben 20 durch einen illegalen Tunnel aus dem Gazastreifen auf die Sinai-Halbinsel geschmuggelte Raketen. Sie schlossen zudem den Grenzübergang Rafah.

Israel hat den aktuellen Militäreinsatz in der Nacht zum Dienstag begonnen, um den ständigen Raketenbeschuss gegen israelische Ortschaften zu unterbinden. Auslöser der Krise waren der gewaltsame Tod dreier jüdischer Jugendlicher und der mutmaßliche Rachemord an einem palästinensischen Jugendlichen. Darüber hinaus will die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas-Organisation Israel und Ägypten zwingen, die Abriegelung des Gebietes zu lockern.

weiterlesen auf Seite 2 von 2




4 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2014-07-11 07:20:33
Letzte nderung am 2014-07-11 23:23:46




Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Glück geht auch ohne Demokratie
  2. Unruhe vor dem Sturm
  3. Mugabe wird doch kein Sonderbotschafter
  4. Rückenwind für Präsident Macri
  5. Wahltriumph für Ministerpräsident Abe
  6. Keine Scheu vor Deal mit Rechten
  7. Rechte siegen in Japan - Debatte um Verfassungsänderung


Werbung


Werbung