• vom 11.02.2016, 18:20 Uhr

Weltpolitik


Wahlkampf USA

Zwei Republikaner geben im US-Wahlkampf auf




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    Christie (l.) und Fiorina schieden aus dem Rennen aus. - © afp/reu

    Christie (l.) und Fiorina schieden aus dem Rennen aus. © afp/reu

    Washington. Das Feld der republikanischen Kandidaten lichtet sich: Nach ihrem schlechten Abschneiden bei der Vorwahl im US-Bundesstaat New Hampshire steigen Chris Christie und Carly Fiorina aus dem Rennen um das Weiße Haus aus. Via Facebook erklärte Christie, er verabschiede sich ohne einen Funken des Bedauerns. Er sei stolz auf sein Team und die Kampagne.

    Dem 53-jährigen Gouverneur von New Jersey wurden zu Beginn des Wahlkampfs durchaus Chancen eingeräumt. Anhänger loben seine volkstümliche Art, Kritiker werfen ihm hingegen Grobschlächtigkeit und ein loses Mundwerk vor. Im republikanischen Feld dieses Jahres galt Christie als vergleichsweise moderat. Er hatte viel Zeit in den Wahlkampf in New Hampshire investiert, holte dort aber nur sieben Prozent der Stimmen und landete auf dem sechsten Platz.

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    In einem als "Bridgegate" bekannt gewordenen Skandal hatte Christie auch den Unmut seiner Parteikollegen auf sich gezogen. Seine Mitarbeiter hatten im Herbst 2013 absichtlich einen tagelangen Verkehrsstau herbeigeführt - aus Rache an einem demokratischen Bürgermeister, der Christie bei dessen Gouverneurs-Wiederwahl nicht unterstützt hatte. Christie entschuldigte sich und beteuerte, von der Sache nichts gewusst zu haben.

    Einzige Frau aus dem Rennen
    Mit Carly Fiorina ist indes die einzige Frau im Bewerberfeld der Republikaner ausgeschieden. "Ich werde weiterhin durch dieses Land reisen und für die Amerikaner kämpfen, die sich nicht damit abfinden, wie die Dinge gerade sind", sagte die 61-Jährige zu ihrem Abtritt. Fiorina bekam in dem nordöstlichen Bundesstaat vier Prozent und landete damit auf dem siebenten Platz. Bei der zweiten TV-Debatte in diesem Wahlkampf hatte sie überzeugen können, ansonsten aber nicht viel von sich reden gemacht. "Ich denke, ich bin die Beste für den Job, weil ich verstehe, wie die Wirtschaft funktioniert", hatte die Ex-Chefin von Hewlett-Packard dem Sender ABC im Mai verraten. Umfragen zufolge war sie jedoch von Anfang an chancenlos.

    Die aus Texas stammende Tochter eines Bundesrichters hatte sich von einem Job als Assistentin in einer kleinen Immobilienfirma bis an die Spitze des Computerriesen HP hochgearbeitet. Nachdem sie eine Übernahme des Konkurrenten Compaq gegen alle Bedenken durchgedrückt hatte und Finanzziele nicht erreichte, wurde sie 2005 schließlich aus dem Chefsessel gedrängt.

    Mit Christies und Fiorinas Ausscheiden sind bei den Konservativen noch sechs Männer im Rennen: Donald Trump, Ted Cruz, Marco Rubio, John Kasich, Ben Carson und der einstige Favorit Jeb Bush.




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    Dokument erstellt am 2016-02-11 18:23:05




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