• vom 27.08.2016, 17:04 Uhr

Weltpolitik

Update: 27.08.2016, 18:20 Uhr

Mordermittlungen

Dreitägige Staatstrauer in Bolivien




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Von WZ Online, APA, dpa

  • Bergarbeiter wegen Tötung von Vize-Innenminister festgenommen.

La Paz. Nach der brutalen Folterung und Tötung des Vize-Innenministers ermitteln die Behörden in Bolivien gegen mehr als 40 Minenarbeiter. Fünf von ihnen sollen direkt für den Tod des 55-jährigen Politikers Rodolfo Illanes verantwortlich sein, wie Generalstaatsanwalt Ramiro Guerrero erklärte.

Der Chef des Dachverbandes der Bergarbeiter-Genossenschaften (Fencomin), Carlos Mamani wurde festgenommen, es kam zu mehreren Razzien.

Stundenlang geschlagen und gefoltert

Illanes war am Donnerstag zu einer Straßenblockade der Mineros in Panduro, 165 Kilometer südöstlich von La Paz, gereist, um in einem Konflikt um eine stärkere Einflussnahme von Gewerkschaften auf die selbstständig organisierten Minenarbeiter zu vermitteln. Er wurde von aufgebrachten Arbeitern festgenommen, stundenlang geschlagen und gefoltert. Nach Angaben von Generalstaatsanwalt Guerrero starb er an schweren Brüchen und inneren Verletzungen.

Auch drei Kumpel kamen bei Zusammenstößen mit der Polizei ums Leben. Die in Genossenschaften zusammengeschlossenen Bergarbeiter protestieren seit Anfang August gegen ein neues Gesetz, nach dem sich ihre Mitglieder auch Gewerkschaften anschließen dürfen. Dies bedeute eine ungerechtfertigte Einmischung der Gewerkschaften in dem Genossenschaftssektor, beanstandete Fencomin.

Staatspräsident Evo Morales bezichtigte die Genossenschaften selbstständiger Minenarbeiter, Teil einer "politischen Verschwörung" zu sein. Die Kumpel seien von Oppositionellen manipuliert worden. Morales rief eine dreitägige Staatstrauer wegen des Todes seines Kabinettsmitglieds Illanes aus.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-08-27 17:08:29
Letzte nderung am 2016-08-27 18:20:59




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