• vom 02.01.2017, 16:47 Uhr

Weltpolitik

Update: 03.01.2017, 06:29 Uhr

Myanmar

Brutalität gegen die Minderheit




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Von WZ Online

  • Die Minderheit der Rohingya ist immer wieder Misshandlungen ausgesetzt.

Viele Rohingya wurden aus ihren Dörfern vertrieben und leben in Lagern. - © Foreign and Commonwealth Office - CC

Viele Rohingya wurden aus ihren Dörfern vertrieben und leben in Lagern. © Foreign and Commonwealth Office - CC

Wegen brutalen Vorgehens gegen Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya sind in Myanmar mehrere Polizisten festgenommen worden. Das mehrheitlich buddhistische Land in Südostasien wird seit längerer Zeit wegen des Umgangs mit den Rohingya kritisiert.

Auch Außenministerin und Symbolfigur Aung San Suu Kyi sieht sich deshalb Vorwürfen ausgesetzt. Eine Gruppe von Nobelpreisträgern hatte ihr erst kürzlich vorgeworfen, "ethnische Säuberungen" zu dulden. Suu Kyi (71) ist selbst Trägerin des Friedensnobelpreises. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, Shirin Ebadi, Malala Yousafzai und José Ramos-Horta.

Am Wochenende hatte ein Video für Aufregung gesorgt, auf dem Polizisten zu sehen sind, die Dorfbewohner treten und schlagen. Die Aufnahmen sollen am 5. November von einem Grenzpolizisten während sogenannter Räumungen im Dorf Kotankauk in der nördlichen Unruheregion Rakhine gemacht worden sein. Der Polizist ist dabei selbst mit einer Zigarette im Mund zu sehen.

Gegen mehrere Beamte wird nun ermittelt. "Ersten Berichten zufolge sind drei Polizeibeamte festgenommen worden", bestätigte Regierungssprecher Zaw Htay der dpa. "Für die Polizei gelten Regeln. (...) Sie werden nach dem Polizeirecht bestraft."

Im südwestlichen Bundesstaat  Rakhine ist der Konflikt zwischen der buddhistischen Mehrheit und den Rohingya besonders ausgeprägt. Seit Oktober entladen sich die Spannungen erneut in Gewalt. Die Regierung verdächtigt Angehörige der Minderheit, Grenzwachen getötet zu haben. Bei den Unruhen ging das Militär brutal gegen die Rohingya vor.  Es wurden bislang mehr als 80 Tote gezählt.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-01-02 16:50:08
Letzte nderung am 2017-01-03 06:29:57




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