• vom 11.01.2017, 08:26 Uhr

Weltpolitik

Update: 11.01.2017, 16:16 Uhr

Donald Trump

Kreml dementiert Besitz von kompromittierenden Dokumenten




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Von WZ Online, APA, Reuters, AFP, dpa

  • Laut CNN soll Russland über Informationen verfügen, die Trump belasten und erpressbar machen.

Moskau soll Informationen zum Privatleben und den Finanzen von Donald Trump gesammelt haben. - © APAweb / AP, Evan Vucci

Moskau soll Informationen zum Privatleben und den Finanzen von Donald Trump gesammelt haben. © APAweb / AP, Evan Vucci

 Russland soll belastendes Material gegen Trump besitzen, aus dem Kreml wird dementiert.

 Russland soll belastendes Material gegen Trump besitzen, aus dem Kreml wird dementiert.© APAweb/AP Druzhinin  Russland soll belastendes Material gegen Trump besitzen, aus dem Kreml wird dementiert.© APAweb/AP Druzhinin

Washington. Russische Spione sollen einem Medienbericht zufolge über kompromittierendes Material gegen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump verfügen. Die entsprechenden Dokumente seien in der vergangenen Woche Trump präsentiert worden, berichtet der Sender "CNN" am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Vorwürfe seien Teil eines Geheimdienstberichts.

Moskau weist die Berichte zurück: "Der Kreml hat keine kompromittierenden Dokumente zu Trump", sagte Präsidentensprecher Dmitri Peskow am Mittwoch. Die Meldungen seien Falschinformationen mit dem Ziel, den Beziehungen zwischen Russland und den USA zu schaden.

Dem Bericht zufolge untersuche das FBI derzeit die Glaubwürdigkeit und Genauigkeit des Materials, das vor allem auf Informationen aus russischen Quellen basiere. Die US-Bundespolizei lehnte einen Kommentar dazu ab. Er könne nicht zu laufenden Ermittlungen sprechen, sagte FBI-Direktor James Comey am Dienstag vor einem Senatsausschuss.

Trump: "Totale politischen Hexenjagd"

Laut dem zweiseitigen Dokument verfüge Moskau über Informationen zum Privatleben und den Finanzen des designierten Präsidenten. Unter Berufung auf verschiedene anonyme Quellen berichtete der Sender, dass es dem Memo zufolge während des Wahlkampfs einen Kommunikationsaustausch zwischen dem Trump-Team und den Russen gegeben haben soll.

Die Behauptungen stammten demnach unter anderem aus ehemaligen britischen Geheimdienstkreisen. Im Auftrag von parteiinternen Rivalen bei den Republikanern und später des Clinton-Lagers seien von dem ehemaligen britischen Agenten des Auslandsgeheimdienstes MI6 kompromittierende Informationen über Trump zusammengetragen worden, berichteten die "New York Times" und der britische "Guardian".

Trump seinerseits wies die Vorwürfe zurück und sieht sich als Opfer einer "totalen politischen Hexenjagd". Die Berichte, wonach die russische Regierung kompromittierende Informationen über ihn in der Hand habe, seien "Fake News", schrieb der rechtspopulistische Immobilienmilliardär am Dienstagabend (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter. Seine Beraterin Kellyanne Conway sagte zu CNN: "Die Berichte nennen keine Quellen, nichts ist bestätigt."

Trump soll in "Sexfallen" getappt sein

In den von den USA als nicht stichhaltig eingestuften Memos, über die es eine zweiseitige Zusammenfassung bei den US-Geheimdiensten geben soll, geht es nach Informationen der "New York Times" um Sexvorwürfe im Zusammenhang mit Moskauer Prostituierten im Jahr 2013. Ferner sollen Informationen zu Trumps Geschäftsbeziehungen nach Russland enthalten sein. Das Dokument datiert den Berichten zufolge vom 20. Juni 2016.

Trump sei von russischer Seite über Jahre mit guten Geschäften gelockt worden. "Bisher hat Trump alle Verlockungen zurückgewiesen", heißt es in dem Bericht. Es heißt aber auch: Der russische Geheimdienst FSB sei zu der Auffassung gelangt, Trump sei ausreichend kompromittiert worden, um eine Erpressung zu ermöglichen. Unter anderem soll der FSB Trump Sexfallen gestellt haben, in die er getappt sein soll.

Mutmaßliche Einmischung in US-Wahlkampf

Der gewählte Präsident wollte am Mittwoch seine erste Pressekonferenz seit seinem Wahlsieg von Anfang November geben. Die US-Geheimdienste werfen Russland vor, sich mit Cyberattacken in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben, um der Demokratin Hillary Clinton zu schaden und Trump zu begünstigen. FBI-Chef Come sagte, man habe keine Hinweise darauf gefunden, dass Hacker auch die Wahlkampagne Trumps oder seiner Republikanischen Partei erfolgreich angegriffen hätten. Wegen dieser mutmaßlichen Einmischung verhängte der scheidende Präsident Barack Obama eine Reihe von Sanktionen gegen Moskau.

Trump dagegen zog die Geheimdiensterkenntnisse über die mutmaßlichen russischen Hackerattacken in Zweifel. Er hatte sich im Wahlkampf immer wieder lobend über die Führungsstärke des russischen Staatschefs Wladimir Putin geäußert und will die Beziehungen zu Russland verbessern. Seine milde Haltung gegenüber Moskau hatte in den vergangenen Monaten viele Spekulationen ausgelöst, dass Trump möglicherweise geheim gehaltene Geschäftsinteressen in Russland habe oder dort in einer anderen Weise kompromittiert sein könnte.

Träfen die Vorwürfe zu, dass es Absprachen zwischen der Trump-Kampagne und Russland gegeben habe und die Unabhängigkeit des angehenden Präsidenten dadurch kompromittiert sei, dann wäre dies "schockierend" und "explosiv", sagte der Senator Chris Coons von den Demokraten zu CNN.

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Schlagwörter

Donald Trump, Russland

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Dokument erstellt am 2017-01-11 08:27:31
Letzte ─nderung am 2017-01-11 16:16:18




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