• vom 06.04.2017, 22:02 Uhr

Weltpolitik


Myanmar

Suu Kyi: "Keine ethnische Säuberung von Rohyngia"




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    "Ich bin keine Mutter Teresa" , sagt Suu Kyi.

    "Ich bin keine Mutter Teresa" , sagt Suu Kyi.© reuters "Ich bin keine Mutter Teresa" , sagt Suu Kyi.© reuters

    London. Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat Vorwürfe gegen ihre Regierung in Myanmar wegen der Unterdrückung einer muslimischen Minderheit zurückgewiesen. Zum Vorgehen gegen die muslimische Minderheit der Rohingya sagte sie in einem Interview mit der BBC: "Ich glaube nicht, dass es sich dort um ethnische Säuberungen handelt. Ethnische Säuberung ist ein zu hartes Wort, um zu beschreiben, was dort passiert."

    Myanmar sieht die Rohingya nicht als Staatsbürger an und verwehrt ihnen deshalb auch viele Rechte. In den vergangenen Monaten hat das Militär seine Gangart aber offenbar nochmals verschärft. Der Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen, Said Raad al-Hussein, sprach von einer beispiellosen Welle der Gewalt. Er berief sich dabei auf einen UN-Untersuchungsbericht, in dem von Vergewaltigungen und willkürlichen Tötungen berichtet wird. Das UN-Team berief sich dabei auf die Aussagen von Rohingya, die aus Myanmar geflohen waren.


    Suu Kyi führt die Nationale Liga für Demokratie (NLD) an, die die letzten Wahlen gewonnen hat. Vor allem imm Westen wurde sie immer wieder kritisiert, nicht genügend gegen die Gewalt gegen die Rohyngia zu unternehmen. "Ich bin nur eine Politikerin. Ich bin nicht so wie Margaret Thatcher. Aber ich bin auch keine Mutter Teresa", sagte sie.




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    Dokument erstellt am 2017-04-06 18:14:05




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